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Duderstädter Schüler setzen sich für fairen Handel ein

Projekt Duderstädter Schüler setzen sich für fairen Handel ein

Um fairen Handel und verantwortungsbewusstes Handeln geht es bei einem Projekt, das Anja Belz an der St.-Ursula-Schule durchgeführt hat. Achtklässler haben Motive für Postkarten entworfen, die jetzt professionell aufgearbeitet werden sollen.

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Setzen sich für faire Handelsbedingungen ein: Achtklässler der St.-Ursula-Schule.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Jeder Konsum hat globale Auswirkungen“, betont Belz: „Kaffee, Bananen und andere Produkte sollten im Sinn von Umwelt und Menschen aus fairem Handel stammen.“ Das wollte die Duderstädter Mitarbeiterin des Entwicklungspolitischen Informationszentrums den Schülern vermitteln, sie für ihre Verantwortung als Konsumenten sensibilisieren und einen Perspektivwechsel herbeiführen. Die Denkanstöße fielen bei den 14 bis 15 Jahre alten Schülern auf fruchtbaren Boden. „Die Leute sollten ihr Einkaufsverhalten überdenken“, sagt Hannah. „Es geht auch um die Lebensbedingungen der Menschen“, ergänzt Maurice. „Fairer Handel setzt auch ein Zeichen gegen Kinderarbeit“, meint Justin: „Auf vielen Plantagen bekommen die Arbeiter so gut wie nichts.“ Betül pflichtet ihm bei: „Jeder Mensch sollte das wissen – und jeder kann dazu beitragen.“

 
Eigentlich wollte Belz mit den Schülern eine Broschüre von Jugendlichen für Jugendliche gestalten, ist dann aber doch auf die Postkarten-Aktion umgeschwenkt. Eine Broschüre „Fair Handeln in der Region Göttingen“ gibt es bereits. Dort kommen auch Duderstädter zu Wort. Edeka-Geschäftsführer Dominik Gotthardt hat Produkte einer Fair-Trade-Company im Sortiment und verzichtet seit vergangenem Jahr auf Billigplastiktüten an der Kasse. Lebenskunst-Betreiberin Nadine Eberhardt schlägt einen Bogen zur eigenen Gesundheit, und das Kollegium des Eichsfeldgymnasiums trinkt schon seit Jahren fair gehandelten Biokaffee im Lehrerzimmer.

 
Die St.-Ursula-Schüler haben in Gruppen sechs Ideenskizzen entworfen, um das Thema zu transportieren. Überzeugt hat Belz der Entwurf von Janice und Hannah, die aus Produkten den Schriftzug Fairtrade nachgebildet haben, dicht gefolgt von einer „Ghettofaust“ mit eintätowiertem „Fair“. Ob es mehrere Kartenmotive geben wird, ist noch offen.

 
In Druck gehen sollen die Karten bis zur bundesweiten „Fairen Woche“ im September unter Schirmherrschaft von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). An der St.-Ursula-Schule wird am 24. September „Global Playerz – ein Punkmusical über Globale Gerechtigkeit“ aufgeführt. Dabei soll es nicht bleiben. Weitere Aktionen sind angedacht, sagt Belz.

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©Richter