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Duderstädter Tierärztin rettet Uhu

Augenoperation bei Wildvogel gut verlaufen Duderstädter Tierärztin rettet Uhu

Die Duderstädter Tierärztin Brigitte Sindermann hat einem Uhu das Auge gerettet. „Das Tier sollte in Northeim bereits eingeschläfert werden“, sagte Friedrich-Karl Schöttelndreier, der die Pflege des Uhus übernahm. Am Freitag zog die Tierärztin die Fäden und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis.

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Der Uhu war vor seiner Rettung ganz abgemagert und konnte nicht mehr jagen. 

Quelle: Richter

Rüdershausen. „Der Uhu ist mit seinem Auge gegen ein Hindernis geflogen“, erklärte die Tierärztin, die sich für den Versuch der Rettung des Auges entschied. „Es lohnt sich für solch ein prachtvolles Tier zu kämpfen.“ Der Uhu war bereits völlig abgemagert, weil er nicht mehr jagen konnte. Er wog nach Angaben von Schöttelndreier nur noch 1208 Gramm. „Mittlerweile habe ich ihn auf 3200 Gramm gebracht“, erzählt er.

Eine Frau hatte den Uhu am 9. Juni gefunden und bei Schöttelndreier in Rüdershausen. „Sie sagte, da säße eine Eule, aber sie traue sich nicht, diese zum Tierarzt zu bringen“, erzählte der Greifvogelfachmann. Er empfahl ihr, die Feuerwehr zu rufen, die für solche Fälle einen Kescher habe. „Später rief die Frau noch einmal an und erzählte mir, dass der Vogel eingeschläfert werden solle“, so der Rüdershäuser Experte. Er nahm Kontakt auf. „Die sprachen auch von einer Eule und die hätte keine Chance“, erzählte er. Die Finderin habe ihm das Tier dann in einem Karton gebracht.

Tierärztin Sindermann stellte einen Riss in der Hornhaut fest. Dadurch sei die Augenflüssigkeit ausgeflossen. Das Auge war in sich zusammengefallen. „Den Riss habe ich verschlossen und mit einer Nickhautschürze geschützt“, erklärt die Tierärztin. Augenflüssigkeit baue sich mehrmals am Tag wieder auf. Sie dürfe nur nicht ausfließen. Am Ende hat sich die Operation gelohnt. „Wir konnten zwar die Struktur des Auges nicht ganz wieder herstellen, aber es hat sich gut wieder aufgebaut.“

Der Riss ist verheilt und die Narbe wird ebenfalls abheilen. „Der Uhu hat sein Auge behalten und kann damit sehen“, erzählte Sindermann. Er werde sich daran gewöhnen und könne später auch wieder jagen. Und dass der Uhu bereits wieder bei Kräften ist, bekam Schöttelndreier zu spüren, als die Fäden gezogen werden sollten. „Da war er gar nicht gut drauf zu sprechen und hat mir eine mit seinem Flügel verpasst.“

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©Richter