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Duderstädter verwandelt Fotos zu Kunstwerken

Bilder erinnern an großen Schützenumzug Duderstädter verwandelt Fotos zu Kunstwerken

Die 700-Jahrfeier der Duderstädter Schützen in 2002 stand in Verbindung mit dem Treffen der ältesten deutschen Schützenvereinigungen. Möglicherweise gibt es zur 725-Jahrfeier eine Neuauflage, sagt Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht. Bilder von Ulrich Hollmann erinnern an den Umzug.

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Ulrich Hollmann zeigt Bilder von der 700-Jahr-Feier der Duderstädter Schützen.

Quelle: Richter

Duderstadt. "Ich habe mich an den Rand der Stiegstraße gestellt und alles fotografiert", sagt der 80-Jährige, der den Umzug als "Fest für die Sinne" bezeichnet. Sein Fotoapparat habe als "Skizzenbuch" herhalten müssen, da ein Zeichnen vor Ort unmöglich gewesen sei. "Da kann man etwas draus machen", habe er gedacht, als er sich die Fotos zu Hause am Bildschirm anschaute 25 Bilder entstanden aus den fotografischen Vorlagen.

"Was ich sehe, möchte ich in Malerei verwandeln", laute seine generelle Intention. 15 Werke waren ein Jahr später unter der Bezeichnung "Im Vorübergehen" in der Kundenhalle der Stadt Duderstadt zu sehen und im Jahre 2006 in der Northeimer Stadthalle.

Die Werke zeigen unter anderem Fahnenträger, einzelne Musiker wie Trompeter oder Musikgruppen. "Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, Einzelheiten abzuschildern, da wäre mir die Fotografie ohnehin überlegen", betont Hollmann. Auf Gesichter habe er ganz verzichtet.

"Es kam mir auf die Farben an", erklärt der Maler, dessen Absicht es nicht gewesen sei, den Schützenumzug zu dokumentieren. Wichtig sei ihm, sich „in keine Details zu verbeißen“. Die Auswahl sei ausschließlich von der "bildnerischen Ergiebigkeit" seiner Fotos bestimmt, nicht von der "Wichtigkeit der einzelnen Gruppen“. So sei zufälligen Ausschnitten ein "hoher künstlerischer Rang zuteil geworden".
Entstanden seien Leinwände mit Öl- und Acrylfarben, ein Aquarell, zwei Radierungen, von denen eine nachträglichkoloriert worden sei, und ein Holzschnitt. Für Hollmann war es nicht ungewöhnlich, den Schützenumzug zu dokumentieren. "Ich lebe seit 50 Jahren hier, dann liegt es nahe, dass man seine Umgebung auch mal interpretiert".

Und zu dieser Umgebung gehöre auch das Schützenwesen, das in Duderstadt "viel zum Zusammenhalt der städtischen Gesellschaft" beitrage. Wenn sich im kommenden Jahr zum 90-jährigen Bestehen des Kreisschützenverbandes Südharz wieder ein großer Umzug durch Duderstadt schlängelt, steht Hollmann vielleicht wieder mit seinem Fotoapparat an der Straße. "Ich kann mir vorstellen, so etwas noch mal zu machen."

Freischaffender Künstler in Duderstadt

Ulrich Hollmann ist 1937 im oberschlesischen Patschkau geboren. Von 1957 bis 1963 absolvierte er ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Anschließend war er bis 1999 als Kunstlehrer an Gymnasien tätig und in freier Form künstlerisch tätig. Seit Beginn des Ruhestandes vor achtzehn Jahren arbeitet er freischaffend in Duderstadt. Hollmann ist Mitglied im Bund Bildender Künstler und hat mit Ausstellungen im In- und Ausland immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. art

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