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Duderstädter betreut Hilfsbedürftige

Projekt Nächstenliebe Duderstädter betreut Hilfsbedürftige

Er begleitet Hochbetagte auf Reisen, hilft Blinden zum Arzt zu kommen oder die Stadt zu erkunden. Seit 2014 engagiert sich der Duderstädter Hermann-Josef Oberthür beim Projekt Nächstenliebe. Wer bei Alltagsproblemen Hilfe benötigt, kann sich bei der Caritas melden. Sie vermittelt den Kontakt.

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Hermann-Josef Oberthür engagiert sich beim Projekt Nächstenliebe.

Quelle: Lüder

Duderstadt. Im Bekanntenkreis hat Oberthür über seine ehrenamtliche Arbeit bisher wenig gesprochen. „Dass ich jetzt an die Öffentlichkeit gehe, dient dazu, das Projekt bekannter zu machen“, betont der Ingenieur, der seit zwei Jahren in Rente ist. Die Helfer hätten noch Kapazitäten frei und würden sich über Hilfsgesuche freuen, sagt er.

Der Umgang mit alten und kranken Menschen ist dem Duderstädter nicht neu. „Als Kommunionhelfer teile ich seit 27 Jahren die Krankenkommunion aus“, berichtet er. Weil ihm der zwischenmenschliche Kontakt Freude macht, er als Rentner über freie Zeit verfügt und als Autofahrer mobili ist, entschloss er sich zur Mitarbeit.

Seine größten Einsätze hatte er bisher als Reisebegleiter. Zweimal fuhr er einen mittlerweile 92-Jährigen aus Pöhlde, der über die Schreibwerkstatt des Duderstädter Lorenz-Wertmann-Hauses vom Projekt Nächstenliebe erfahren hatte, nach Berlin. Jeweils fünf Tage lang waren sie in der Heimatstadt des alten Herren unterwegs. Der Senior übernahm die Kosten für Benzin, Hotel und Verpflegung. Oberthür betreute ihn während der gesamten Zeit.

Neu für den Helfer ist der Kontakt zu Blinden. Was für eine Herausforderung für sie Aufsteller vor Läden bedeuten, wurde ihm bei gemeinsamen Spaziergängen bewusst. Erstaunt stellte er in der Adventszeit fest, dass Tannenbäume an Laternenmasten die Blinden irritieren. „Es ist auch gar nicht so einfach, bei einem Computer beim Starten das Passwort einzugeben, wenn die Vorlesefunktion noch nicht funktioniert“, erfuhr er.

Die Dankbarkeit der Hilfesuchenden motiviert Oberthür zum Weitermachen. Gerne würde er Schülern Nachhilfe in Mathematik und Physik geben. Nach der Ausbildung zum Physiklaborant hat er physikalische Technik an der Fachhochschule in Iserlohn studiert. Danach arbeitete er 37 Jahre lang bei der Göttinger Firma Thies, die Klimamessgeräte herstellt.

Kontakt zum Projekt Nächstenliebe gibt es unter Telefon 0 55 27 / 84 74 34.

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