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Duderstädterin absolviert erweitertes FSJ bei der Caritas

Zehn Wochen in Uganda Duderstädterin absolviert erweitertes FSJ bei der Caritas

Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bei der Caritas besteht für Absolventen die Möglichkeit, das Programm „Freiwillig +“ zu wählen. Das beinhaltet neben dem Dienst in Deutschland einen zehnwöchigen Einsatz in Uganda. Die Duderstädterin Sara Ahlborn hat die Reise nach Afrika gewagt.

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Zehn Wochen in Uganda: Duderstädterin Sara Ahlborn.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Eigentlich wollte ich in eine Grundschule in Uganda, aber dann bin ich im Health-Center gelandet“, sagt die 19-Jährige, die ihren Freiwilligendienst zunächst zehn Monate in der Duderstädter Sozialstation der Caritas absolviert hatte. Bei den Info-Veranstaltungen der Diözese Hildesheim als Träger erfuhr Sara auch einiges über den Einsatz in Uganda und entschloss sich schließlich, daran teilzunehmen.

Mit vier weiteren Freiwilligendienstlern aus der Diözese begann im Mai die Reise nach Afrika, begleitet von zwei Betreuerinnen der Caritas, die in den ersten zwei Wochen Starthilfe boten. „Uns wurden Tipps gegeben, wo wir einkaufen konnten und wie auf den Märkten gehandelt wird. Es gab Ratschläge zur Ernährung und Hygiene, aber auch zur Kleidung. Unsere Knie und Schultern sollten auf jeden Fall bedeckt bleiben“, schildert Sara einige Richtlinien zum Verhaltenskodex. Untergebracht wurden die jungen Deutschen in Gastfamilien, die bis auf eine Waschmaschine über einen recht westlichen Wohnstandard verfügten. Große Teile der Bevölkerung leben allerdings auch heute noch in einfachen Lehmhütten, und Schulbildung über die kostenfreien Grundschuljahre hinaus gilt als Luxus.

„Dass ich statt in die Grundschule ins Health-Center gekommen bin, wo viele Aids-Kranke medizinisch versorgt werden, war auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung. Uns FSJlern wurde sehr viel Verantwortung zugetraut, allein weil wir aus Deutschland kamen. In Afrika glaubt man, die Deutschen könnten alles. Den Kranken wurden Medikamente zugeteilt, sie wurden gewogen und registriert“, beschreibt Sara einige der Aufgabenfelder.

Die Armut, aber auch die Gelassenheit, mit der sich die Menschen in Uganda in ihrem Alltag arrangieren, habe ihre Wertschätzung für die alltäglichen Selbstverständlichkeiten in Deutschland sensibilisiert. Durch das FSJ habe sie zudem gelernt, mit Dingen umzugehen, die sie sich vorher nicht zugetraut hätte. Die Chance, am wirklichen Leben in Uganda teilzunehmen, habe ihren Horizont erweitert. „Als wir die letzten Tage unseres Aufenthalts an einer Safari in den Touristengebieten teilgenommen haben, kam uns das Leben dort so falsch vor“, vergleicht Sara.

Für sie persönlich habe sich auch ihr Berufswunsch durch das FSJ gefestigt. Eigentlich wollte sie eine soziale Richtung einschlagen, doch durch die Büroarbeit habe sie festgestellt, dass ihr Organisation und Verwaltung mehr liegen. „Das Freiwillig + kann ich jedem empffehlen, es verändert einen positiv“, so ihr Fazit.

Junge Caritas

Die Junge Caritas der Diözese Hildesheim organisiert Freiwiligendienste in Niedersachsen und über erweiterte Programme auch in Afrika. Vier verschiedene Angebote variieren in Dauer und Einsatzort: Freiwillig Basic beinhaltet das übliche Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) über zwölf Monate in  den Einrichtungen der Caritas.

Freiwillig Mini ist schon ab sechs Monaten zu leisten. Freiwillig +  umfasst einen zehnmonatigen Dienst in einer Caritas-Einrichtung in Deutschland plus zehn Wochen bei ausgesuchten Projekten in Uganda. Bei Weltwärts Afrika 3 + 10 geht es drei Monate in eine deutsche Einrichtung und zehn Monate auf Einsatzstellen in Tansania. Die Kosten für die Auslandseinsätze werden zum Teil von der Caritas übernommen. Infos gibt es bei jungecaritas.de

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