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Gotik-Basilika in helles Licht getaucht

St.-Cyriakus-Kirche Gotik-Basilika in helles Licht getaucht

Die Bauarbeiten in der Basilika St. Cyriakus liegen in den letzten Zügen. Das neue Licht- und Farbkonzept ist aufgegangen. Die finster wirkende Kirche hat sich in ein helles Gotteshaus mit akzentuierten Architek-turteilen verwandelt.

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Quelle: Christoph Mischke

Duderstadt. Architekt Michael Schmutzer und Propst Bernd Galluschke haben am Freitag Medienvertretern die neu gestaltete Kirche vorgestellt. Das letzte Gerüst im Altarraum wird bis kommende Woche abgebaut, die Bauphase dann mit der Montage einer neuen Lautsprecheranlage, dem Aushausen der staubdicht verpackten Orgel, Möblierung und Endreinigung abgeschlossen. Am Sonnabend, 5. November, um 17 Uhr wird die Basilika mit einem Gottesdienst wiedereröffnet.

„Alle werden sich wundern, die Kirche sieht völlig anders aus“, sagt Galluschke und freut sich über das erreichte Ziel: eine helle und freundliche Atmosphäre mit Gotik-Charakter, der den Blick nach oben lenkt. „Man muss schon fast eine Sonnenbrille beim Zelebrieren tragen“, ergänzt Schmutzer und lacht.

Tatsächlich ist die Kirche kaum wiederzuerkennen. Die Pendelleuchten, in deren Funzellicht die Gesangsbuchtexte kaum noch lesbar waren, sind durch LED-Strahler ersetzt worden, die angestaubten Natursteinwände haben einen mineralischen Kalkanstrich in gebrochenem Weiß erhalten, Wölbungen und Rippen wurden in einem hellen Sandstein-Farbton abgesetzt. Schmutzer weist auf die Schlusssteine und die restaurierten Apostelfiguren hin, die sich jetzt gegen die helle Farbe absetzen und wieder wahrnehmbar seien. Das gelte auch für die Pfeiler, die dank verkürzter Kirchenbänke frei stehen. Galluschke freut sich über die bunten Kirchenfenster, die vor dem neuen Hintergrund und nach einer Reinigung wieder ihre volle Leuchtkraft entfalten.

Ein besonderer Clou ist das Lichtkonzept mit mehr als 200 LED-Strahlern, die verschiedene Lichtszenen ermöglichen. Im Chorraum wurden Bodenstrahler eingebaut, die auch farbiges Licht ermöglichen. Über ein Touch-Panel können Lichtprogramme für Messe, Touristen oder Konzerte eingegeben werden, jede Leuchte separat angesteuert und gedimmt werden.

Der Zeitplan sei ebenso eingehalten worden wie das Budget in Höhe von rund 590.000 Euro, bestätigen Schmutzer und Galluschke. Das Bistum Hildesheim hat rund die Hälfte der Kosten übernommen, die Restsumme wurde durch Rücklagen und Spenden finanziert. Für die Apostelfiguren hat die Klosterkammer 11.500 Euro beigesteuert.

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