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Dunkler Audi führt zu Verunsicherung im Bereich Duderstadt

Polizei nimmt Hinweis ernst, keine Straftaten erkennbar Dunkler Audi führt zu Verunsicherung im Bereich Duderstadt

Bei Eltern, Lehrern und Kindergarten-Mitarbeitern aus Westerode sowie dem Lehrerkollegium Mingerode hat ein Gerücht für große Unruhe gesorgt. Danach soll ein unbekannter Mann in einem schwarzen Audi gegen 7 Uhr morgens drei Grundschülerinnen auf dem Schulweg nach Mingerode an der Kreuzung Rosenthaler Straße/Westeröder Straße in Westerode angesprochen und versucht haben, sie in sein Auto zu ziehen.

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Duderstadt. In der Schule hatten die drei Mädchen dann von dem Vorfall erzählt. Sowohl die Kindergarten-Leitung in Westerode als auch Mingerodes Grundschulleiterin Antje Kopp hatten umgehend die Polizei eingeschaltet und per Brief die Eltern informiert.

„Wir nehmen derartige Vorfälle immer äußerst ernst. Doch unseren Ermittlungen nach stellt sich der Sachverhalt völlig anders dar, als beispielsweise im Elternbrief der Westeröder Kindergarten-Leitung geschildert“, sagt Duderstadts Polizeichef Otto Moneke auf Tageblatt-Anfrage.

Die Befragung der drei Kinder habe ergeben, dass lediglich ein schwarzer Audi in einiger Entfernung gehalten und dann vorbeigefahren sei. Dessen Fahrer habe ihnen zugewunken. Zu einem persönlichen Kontakt sei es aber nicht gekommen.

Wir bleiben aber weiter dran

In diesem Zusammenhang könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um einen Bekannten gehandelt habe, den die Kinder nur nicht gleich erkannt hätten. Zwei der Kinder seien sogar so abgelenkt gewesen, dass sie den Autofahrer gar nicht bewusst bemerkt hätten, so Moneke.

„Bislang lassen die Ermittlungen keine konkrete Gefährdung erkennen. Wir bleiben aber weiter dran“, so der Leiter des Polizeikommissariats. In diesem Zusammenhang sieht Moneke aber die lawinenartige Verbreitung derartiger Gerüchte gerade über die sozialen Medien sehr kritisch.

„Es ist gut und richtig, wenn Eltern und Mitarbeiter von Kindergärten und Schulen sehr aufmerksam sind. Doch man sollte sich nicht in Panik versetzen lassen. Der Brief des Westeröder Kindergartens schildert fast eine versuchte Entführung, von der gar keine Rede sein kann. Trotzdem werden wir vorbeugende Maßnahmen ergreifen und der Sache weiter auf den Grund gehen“, so der Polizeibeamte.

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©Richter