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Polizei entwaffnet Reichsbürger

Durchsuchungen im Landkreis Nordhausen Polizei entwaffnet Reichsbürger

Die Polizei hat am Dienstag im Landkreis Nordhausen bei Durchsuchungen einem Angehörigen der Reichsbürgerbewegung Waffen abgenommen. Wie Polizeisprecher Thomas Soszynski erklärte, seien unter anderem 13 Lang- und vier Kurzwaffen sowie Munition und Granatenköpfe eingezogen worden.

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Diese Waffen wurden bei der Durchsuchung gefunden.

Quelle: r

Nordhausen. Bereits seit längerem sei gegen den 64-Jährigen sowie zwei weitere Beschuldigte ermittelt worden, erklärte der Polizeisprecher. Bilder im Internet hatten die Beamten nach Angaben von Soszynski auf die Spur des Mannes gebracht. Auf diesen präsentiere sich der 64-jährige, der an seiner Hauswand mit Schildern offen seine Zugehörigkeit zur Reichsbürgerbewegung zeige, mit einer Kalaschnikow sowie weiteren illegalen Waffen.

Darüber hinaus seien auch verbotene Symbole und Granaten zu erkennen gewesen. Die Beamten ermittelten in der Folge gegen den 64-jährigen Mann sowie zwei weitere Beschuldigte wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz. Hinzu kamen Ermittlungen wegen der Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Spezialeinsatzkräfte unterstützten die Nordhäuser Beamten zu Beginn der Durchsuchungen, um zu verhindern, dass der 64-Jährige zu seinen Waffen greifen könne. Der Mann habe allerdings keinen Widerstand geleistet. Als Sportschützen seien er und eine 43-jährige Beschuldigte, wie Soszynski bestätigte, im Besitz ordnungsgemäß angemeldeter Waffen sowie der notwendigen Erlaubnis dafür.

Darüber hinaus hätten sie als Böllerschützen auch die Berechtigung für Schwarzpulver. Der 34 Jahre alte dritte Beschuldigte besitze hingegen keine Erlaubnis. Allerdings sei nach Angaben der Waffenbehörde des Landkreises die Zuverlässigkeit der Beschuldigten nicht mehr gegeben, woraufhin der Untersuchungsrichter die Durchsuchungen und den Einzug der Waffen angeordnet habe.

Gefunden wurden auch je zwei Pistolen und zwei Revolver sowie eine Böllerkanone. Auch seien mehrere Waffen sichergestellt worden, die in einem der Häuser als Dekoration an den Wänden hingen.

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©Richter