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EEW erneuert Entsäuerungsanlage an der Rhumequelle

Rhumspringe EEW erneuert Entsäuerungsanlage an der Rhumequelle

Drei Dekaden lang hat sie vor sich hingesprudelt, jetzt ist sie ausgetauscht worden: Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EEW) hat ihre Entsäuerungsanlage im Wasserwerk an der Rhumequelle samt Übertragungstechnik und Pumpen für rund 120 000 Euro erneuert.

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Kuhlmann, Adler, Anker (v.l.).

Quelle: ku

Rhumspringe. Was für den Laien wie ein Whirlpool aussieht, beinhaltet  ein physikalisches Verfahren zum Entweichen von Kohlensäure. „Wasser hat von Natur aus einen gewissen Kohlensäureanteil“, erläutert Abteilungsleiter Ulrich Adler, der die Anlage mit Geschäftsführer Markus Kuhlmann und Wassermeister Jan Anker in Betrieb genommen hat: „Für Menschen ist das nicht schädlich, greift aber die Leitungen an.“ Deshalb müssten die Rohrinstallationen bis zum Kunden im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht sein. Die neue Anlage biete den Vorteil, dass dem Wasser keine Korrosionshemmer mehr zugesetzt werden müssten.

 
Seit 1978 wird Trinkwasser aus dem Naturdenkmal Rhumequelle, einer der größten Karstquellen Europas, gewonnen. Täglich entnimmt die EEW rund 700 Kubikmeter Quellwasser, die das Gipskarstgestein durchlaufen haben und sich dort mit Kalzium und Magnesim angereichert haben. Im Wasserwerk wird das Quellwasser gefiltert, entsäuert, mit einer Umkehr-Osmose-Anlage entsalzen, mit Chlordioxid desinfiziert und mit Wasser aus den Tiefenbrunnen im Pöhlder Becken gemischt. Rund 2000 Kubikmeter Trinkwasser verlassen täglich das Werk, fast ein Drittel des im gesamten Versorgungsgebiet gewonnenen Trinkwassers. Die EEW versorgt rund 15 000 Haushalte und Unternehmen in der Stadt Duderstadt, den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen sowie Lindau mit jährlich rund 2,2 Milliarden Litern Trinkwasser.

 
Nach dem Ausbau der Nahwärmeversorgung in Duderstadt im vergangenen Jahr investiert die EEW in diesem Jahr nicht nur in den Trinkwasser-, sondern auch in den Abwasserbereich. Zurzeit wird in der Kläranlage an der Weinbergkurve ein neuer Prozess-Wasserspeicher eingebaut.

 
Die nächste Investition im Wasserwerk an der Rhumequelle steht bereits im kommenden Jahr an. Dann will die EEW eine sechsstellige Summe in die Erneuerung der in der Region einmaligen Umkehr-Osmose-Anlage pumpen, die 1982 installiert wurde und damals für Schlagzeilen gesorgt hat.    

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