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EEW hoffen auf Einigung für Duderstädter Ortsteile

Nach EAM-Rekommunalisierung EEW hoffen auf Einigung für Duderstädter Ortsteile

In den seit vier Jahren festgefahrenen Millionenpoker um die Übernahme der Stromnetze im gesamten Stadtbereich ist wieder Bewegung gekommen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Duderstadt. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (EEW) hat mit dem rekommunalisierten Eon-Mitte-Nachfolger EAM (Energie aus der Mitte) Verhandlungen aufgenommen. Auf beiden Seiten sei Gesprächsbereitschaft vorhanden, sagt EEW-Geschäftsführer Markus Kuhlmann. Umliegende Stadtwerke führen ebenfalls Verhandlungen mit der EAM.

Bislang betreibt die EEW nur die Stromnetze in der Kernstadt und Gerblingerode, hat aber mit der Stadt für alle anderen Ortsteile einen neuen Konzessionsvertrag abgeschlossen – mit 20 Jahren Laufzeit ab Jahresbeginn 2013.

Trotz schon 2011 aufgenommener Verhandlungen konnte sich die EEW mit Eon Mitte jedoch nicht über den Kaufpreis für die Ortsteilnetze einigen, der Vertrag kam nie zum Tragen. Mit diesem Problem stand das Eichsfelder Unternehmen nicht alleine. Während andere kommunale Versorgungsunternehmen den Klageweg beschritten, hielt sich die EEW noch zurück. Die schon vorbereitete Klage blieb in der Schublade liegen, bis die EAM-Rekommunalisierung die Möglichkeit für einen neuen Anlauf bot.

Beim Umfang der Netze habe es schon einen Durchbruch gegeben, berichtet Kuhlmann. Anders als Eon habe die EAM Bereitschaft signalisiert, auch das überwiegend von Gewerbekunden genutzte Mittelspannungsnetz und das Netz für die Straßenbeleuchtung abzugeben. Nächster Schritt sei eine kaufmännische Einigung, die in einen Kaufvertrag münden solle.

Die Zeit dafür drängt. Kuhlmann strebt einen Vertragsabschluss im kommenden Jahr an. 2016 wolle die Netzagentur keine Übernahmen, da die Netzentgelte neu berechnet würden, ab 2017 seien die dann noch 15 Jahre Restlaufzeit nicht mehr einzuholen. Drei Jahre der Konzessionsvertrag-Laufzeit fehlten bereits, auch das sei bei den Kaufpreisverhandlungen zu berücksichtigen. „Bis dahin bleibt der Zustand der Netze , der Folgeinvestitionen nach sich ziehen kann, ungeklärt“, sagt Kuhlmann: „Wir kennen nur das Alter.“

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©Richter