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Ehemaliger Nesselröder tritt bei „Karnevalissimo“ als Feuerwehrmann Kresse auf

„Luschi“ im ZDF Ehemaliger Nesselröder tritt bei „Karnevalissimo“ als Feuerwehrmann Kresse auf

Feuer! Feuer! Auf Rollschuhen und mit einer Rundumleuchte auf dem Kopf rast der Feuerwehrmann heran. „Taü Tata, tatü tata – Und schon ist Kresse wieder da!“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken. Erst löscht der das – zugegeben tischkaminflammengroße Feuer auf der Bühne, dann löscht er den Witzdurst der Zuschauer im Saal.

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Feuerwehrmann Kresse alias Klaus Bömeke ist den Eichsfeldern noch als „Luschi“ in Erinnerung.

Quelle: EF

Nesselröden/Köln. „Fragt der Maschinist: Was hast Du denn da neben Dir stehen?“ – „Sag ich: Meine neue Thermoskanne. Hält Warmes warm und Kaltes kalt.“ – „Und was ist drin?“ – „Ein Halbes Hähnchen und ne Cola.“ So kennen die Kölner Feuerwehrmann Kresse aus dem Karneval. Und so kennen ihn auch die Eichsfelder. Denn Feuerwehrmann Kresse heißt im echten Leben Klaus Bömeke und stammt aus Nesselröden.

Bevor es ihn nach Köln zog, hat Bömeke seine Späße mit den Eichsfeldern getrieben. Als er bei Plattdeutschen Abenden, Geburtstagen, Schützenfesten und Hochzeiten in Südniedersachsen auftrat, hieß er allerdings noch „Luschi“. Unter diesem Namen hatte er zudem eine Theatergruppe. Seinen Durchbruch erlebte er im Eichsfeld, als Kölner Gäste Bömeke während einer Geburtstagsfeier sahen und anregten, er möge sich beim Kölner Karneval bewerben. Gesagt, getan. Das war 1986.

1992 ging es dann mit der Karriere steil bergauf. „Von null auf 100 Auftritte in einem Jahr“, berichtet der heute 52-Jährige. Seitdem arbeitet Bömeke nur noch halbtags in einem Reisebüro. Die übrige Zeit verbringt er als Spaßmacher. In der Hochburg des Karneval sei er inzwischen angekommen, sagt er. Allerdings gebe es denn doch einen Unterschied. „Ich bin der einzige, der Hochdeutsch spricht“, sagt er schmunzelnd. Mit dem Plattdeutschen aus der Eichsfelder Heimat und dem Kölsch, das mittlerweile auf seine Sprache abgefärbt habe, spricht er also drei Sprachen.

Eine weitere spielt in dem neuen Programm eine Rolle, das Bömeke als Feuerwehrmann Kresse in diesem Jahr präsentieren wird: Dann nämlich verschlägt es den selbstironischen Feuerwehrmann, der selten ein Fettnäpfchen auslässt, nach Amerika.

Wahnsinnig nervös sei er heutzutage nicht mehr, wenn er in die Bütt gehe. Selbst prominente Karnevalisten wie die Höhner, Bernd Stelter, Guido Cantz oder Schlagersänger wie DJ Ötzi und Jürgen Drwes gehören zu seinem Bühnenalltag, sagt Bömeke. Allerdings habe er sich ein klein wenig Lampenfieber bewahrt, „sonst geht‘s bestimmt schief“, sagt er.

„Karnevalissimo – Das Gipfeltreffen des Humors“ mit Klaus Bömeke wird am Dienstag, 10. Februar, um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

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©Richter