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Ehemaliger Pfarrer startet Spendenaktion

Ecuador Ehemaliger Pfarrer startet Spendenaktion

Eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Ecuador hat Heribert Wetter gestartet. Der 60-Jährige aus Langenhagen hat von 1992 bis 1997 als Pfarrer in der Provinz Esmeraldas gearbeitet, die von dem Erdbeben betroffen ist.

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Ein Erbeben hat in Ecuador großen Schaden angerichtet.

Quelle: r

Langenhagen. Als Wetter die Bilder der Zerstörung erreichten, wollte er als erste Reaktion ins nächste Flugzeug steigen, um vor Ort seine Hilfe anzubieten. Sinnvoller erschien ihm dann aber, seine Kontakte im Eichsfeld zu nutzen und hier um finanzielle Unterstützung zu bitten.

„Zerstörte Häuser und Hütten, Menschen, die unter eingestürzten Mauern lagern, verzweifelt weinende Angehörige, die nach Überlebenden und Vermissten suchen - an derartige Schreckensbilder sind wir aus den Medien gewöhnt“, sagt Wetter: „Wenn man eine persönliche Beziehung zu einem Ort und den dort lebenden Menschen hat, ist das noch einmal etwas anderes.“

Über das Internet hält Wetter Kontakt zu Menschen seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Ecuador und konnte auch jetzt mit vielen Betroffenen persönlich sprechen - sofern die Stromversorgung funktionierte. In dem am stärksten betroffenen Gebiet werde damit gerechnet, dass viele abgelegene Dörfer komplett ausgelöscht seien. Die Stadt Pedernales in der Provinz Esmeraldas sei rund zur Hälfte zerstört, die Zahl der Toten werde weiter steigen.

„Natürlich können wir den Menschen dort nicht mit Lebensmittelsendungen oder Trinkwasser helfen“, sagt Wetter: „Wir haben aber die Möglichkeit, beim Wiederaufbau der Häuser und Hütten für die Allerärmsten, für ein Kinderheim und ein Hospital finanzielle Unterstützung anzubieten.“ Bei der Sparkasse Duderstadt hat Wetter ein Spendenkonto mit der Nummer 515155 eingerichtet und versichert, dass jeder Euro direkt bei den Betroffenen ankommt.

Der 60-Jährige war in der Wendezeit Kaplan in Leinefelde, bevor er als Pfarrer nach Ecuador ging. Da ihm die Heirat wichtiger als das Zölibat war, wechselte er dann aber den Beruf und zog zurück nach Deutschland. Seit 14 Jahren wohnt der Vater von zwei Kindern jetzt in Langenhagen.

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©Richter