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Ehrenamtliche informieren über Hilfsangebote für Flüchtlinge in Katlenburg-Lindau

Willkommenskultur Ehrenamtliche informieren über Hilfsangebote für Flüchtlinge in Katlenburg-Lindau

Sie betreuen einzelne Menschen, besorgen Fahrräder oder Kinderschuhe, helfen beim Erlernen der deutschen Sprache oder übernehmen Fahrdienste. Mehr als 30 Ehrenamtliche engagieren sich in Katlenburg-Lindau für die 62 Flüchtlinge, die der Gemeinde in diesem Jahr zugewiesen worden sind.

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Ehrenamtliche unterstützten Flüchtlinge in Katlenburg.

Quelle: Richter

Katlenburg. Die Menschen, die aufgrund von Krieg, Terror und Elend ihre Heimat verlassen haben, verbrachten die vergangenen Wochen und Monate in überfüllten Lagern. Nun haben sie in der Landgemeinde eigene Wohnungen erhalten. „Die Flüchtlinge kommen endlich zur Ruhe“, erzählt Katja Dembke, die die Einzelbetreuung der Menschen durch zwölf Ehrenamtliche koordiniert.

Die Zuwanderer beginnen sich in ihrer neuen Heimat zu orientieren. Wo können sie für die 380 Euro, die jeder von ihnen im Monat erhält, einkaufen? Wo gibt es Ärzte? Wo ist die Kindertagesstäte für ihre zehn Kleinkinder? Wo gehen die 20 Flüchtlingskinder zur Schule? Warum benutzen Deutsche mehrere Mülltonnen? Antworten geben Dembke und ihre Mitstreiter auf Deutsch, Englisch, Französisch sowie mit Händen und Füßen, aber auch mit gemalten Bildern.

„Ein großes Thema ist das Erlernen der deutschen Sprache“, berichtet Annelie Witte, die früher als Studienrätin am Gymnasium in Northeim Deutsch unterrichtet hat. Witte koordiniert den Einsatz von acht Ehrenamtlichen, die mit den Zuwanderern die neue Sprache üben. 20 der erwachsenen Flüchtlinge besuchen derzeit einen Sprachkurs, den die Kreisvolkshochschule vor Ort anbietet. Die Ehrenamtlichen gehen mit den Neubürgern einkaufen oder spazieren, damit sie die erworbenen Kenntnisse in der Praxis anwenden können. Nachhilfeunterricht für Schüler ist geplant.

Um die Ausstattung der Flüchtlinge kümmert sich die zehnköpfige Arbeitsgruppe, die Ilse Schwarz managt. Sie besorgen auf konkrete Anfragen fehlende Sachen. „Wir legen kein Lager an“, betont Schwarz. Damit die Flüchtlinge mobil werden, bietet die Arbeitsgruppe von Klaus Graune Fahrdienste nach Northeim etwa für Arztbesuche und Behördengänge an. Die drei Ehrenamtlichen helfen zudem dabei, Fahrräder funktionstüchtig zu machen.

Alle vier Arbeitsgruppen stehen in enger Verbindung zur Gemeindeverwaltung, hebt Bürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) hervor.

Von Michael Caspar

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