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Zeitreise mit Pferdekutschen

Eichsfeld-Tour Zeitreise mit Pferdekutschen

22 Pferdekutschen haben sich am Ostersonnabend vom Kutschergasthof Am Sonnenstein aus in einem Korso auf dem Weg durch das Eichsfeld gemacht. Ziel der Kutscher war die Duderstädter Altstadt, wo sie von Hunderten Schaulustigen empfangen wurden.

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Bei Sonnenschein zogen die Kutschen durch die Duderstädter Innenstadt.

Quelle: Richter

Duderstadt. Fast drei Stunden dauerte die Fahrt der Kutschen für die kaum mehr als zehn Kilometer lange Route vom 475 Meter hohen Sonnenstein bis ins Untereichsfeld. Gemächlich zogen die Pferde durch die Wälder des auslaufenden Ohmgebirges, auf matschigen Feld- und Steinwegen entlang. Hatte es noch am Karfreitag ohne Unterlass geregnet, zeigte sich am Sonnabend ein sonnig-warmer Frühlingsmorgen.

Trompeter auf dem Rücksitz

Entschleunigung und Zeitreise: Kein Handy-Empfang, keine Autos auf weiten Strecken, einige Kutscher trugen historische Kostüme. Vorweg, auf einer restaurierten gelben Postkutsche aus dem Jahr 1900, spielten zwei Trompeter auf dem Rücksitz. Wagonetten, Jagdwagen, Reisekutschen, Schiffslandauer und andere Modelle brachten mit ihren Gespannen aus Rheinisch-Deutschem Kaltblut, Welsh-Ponys, Perechon, Haflingern oder Schweren Warmblüter die Reisenden nach Duderstadt. 

Imposant erschien die große Mail-Coach-Kutsche für bis zu zehn Passagiere. Kutscher Frank Bitzmann hielt bei den vier Amerikanischen Belgiern – jedes mit einem Stockmaß von 1,96 Meter – die Zügel fest in der Hand. Aus dem gesamten Eichsfeld, Thüringen, Nordhessen und dem Südharz kamen die Gespanne.

Gegen zwölf Uhr zogen die Kutschen durch das Obertor ein, an der Basilika St. Cyriakus vorbei, über die Scharrenstraße und kamen schließlich vor St. Servatius an. Dort vermittelte Dieter Redemann Wissenswertes über die Pferderassen und Kutschmodelle.

„Viele fuhren mit, die bereits 2014 dabei waren“, sagte Elke Redemann. Bereits im vergangenen Jahr begannen Redemanns gemeinsam mit dem Treffpunkt-Stadtmarketing Duderstadt die Vorarbeiten einer Neuauflage des Korsos, so Redemann. „Pferde und unsere mittelalterliche Stadt haben eine lange gemeinsame Tradition“, erklärte Treffpunkt-Vorsitzender Hubertus Werner. Noch heute seien an vielen Häusern Hoftore für die Kutschen früherer Zeiten erkennbar. Für Ostersonnabend 2018, so Werner, hoffe er auf eine Fortsetzung und den Beginn einer Duderstädter Tradition.

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©Richter