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Eichsfelder Adventsausstellungen zeigen große Vielfalt

Rot geht immer Eichsfelder Adventsausstellungen zeigen große Vielfalt

Modern oder traditionell: Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Advents-trends dieser Saison. Am vergangenen Wochenende zeigten die Floristikbetriebe der Region, was sie gestalterisch zu bieten haben.

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Adventliche Gestecke in Rot: Klassiker werden bei Manegold in Seulingen nachgefragt.

Quelle: Richter

Eichsfeld. Viele Eichsfelder, aber auch Besucher aus Göttingen und dem Harz nutzten die Gelegenheit, um zu vergleichen und das optimale Gesteck zu finden. Wer sich Anregungen für die kreative Gestaltung zuhause holen wollte, fand in den Sortimenten der Fachbetriebe eine große Auswahl. Materialien zum Selbstgestalten wie Kranzunterlagen oder Dekorationen zum Stecken und Kerzen in unterschiedlichen Farben machten die Entscheidung schwer. Zum Glück gab es auf Wunsch Beratung inklusive.

Nach Stil und Farbe getrennt präsentierte die Gärtnerei Manegold in Seulingen die adventlichen Gestecke und Kränze. „Jedes Gesteck soll ein bisschen anders aussehen“, sagt Chefin Maya Manegold. Fündig wurde man in Seulingen vor allem bei den klassischen Gebinden aus Immergrün mit Kerzen in klassischem rot und passenden Dekorationen aus Schleifen oder Figuren. „Rot geht eigentlich immer“, bestätigt Manegold, die höchstpersönlich an einzelne Gestecke Hand anlegt, bis sie so aussehen, dass alles stimmt.

Neu in dieser Saison sind Dekozapfen aus Glas mit weißer Auflage und mattierte Kugeln: „Arrangements in frischem weiß mögen vor allem die Jüngeren gern“, sagt Manegold. Den Geschmack zu treffen – gar nicht so einfach bei den verschiedenen Stilen, die zurzeit möglich sind. Gut für die Besucher der Ausstellungen, die eine große Vielfalt vorfanden: „Wir haben lange gesucht und jetzt das passende kleine Gesteck für unseren Beistelltisch gefunden“, sagt Familie Hahn aus Göttingen. Die Wahl fiel auf ein Gebinde aus Nordmanntanne und Dekorationen in gedeckten Goldtönen.

„Für uns Floristen ist die jährliche Adventsausstellung fast die einzige Möglichkeit, um unsere ganze Bandbreite zu präsentieren“, sagt Elmar Nienstedt aus Gieboldehausen. Der Florist überlegt sich mit seinem Team jährlich aufs Neue ein Motto, unter dem die gesamte Ausstellung steht. In diesem Jahr: „Weihnachten in den amerikanischen Bergen“. Mehrere Tage lang wurden die Verkaufsräume in der Hahlestraße so umgestaltet, dass sie die Anmutung einer Berghütte in den Rockies ausstrahlten. Stilecht hingen dann am Wochenende Socken am Kamin und Weihnachtsgrußkarten an einer Kordel – beides amerikanische Weihnachtsbräuche. Ein Extra-Raum war ganz mit Gestecken in dunklem Rot gehalten, „gefällt mir ausgesprochen gut“, wie eine Besucherin bemerkte.

Im Hauptraum überraschten ausgefallene Gebinde mit Kerzen in der Farbe Rosenholz die Neugierigen. „Diese Farbe hätte ich nicht erwartet“, sagt Elvira Trümper aus Obernfeld, die zusammen mit ihrer Tochter Julia Urban nach einem individuellen Gesteck suchte. Passend zum Motto hatte Nienstedt viele Dekorationen wie Lärchenzweige, Blätter oder Birkenrinde verarbeitet: „Alles Naturmaterialien, die in den amerikanischen Bergen tatsächlich vorkommen.“ Die vielen „verkauft“-Schilder an den einzelnen Gebinden zeigten, dass dieser unkonventionelle Stil viele Liebhaber hat.

Von Birgit Freudenthal

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