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Eichsfelder Auszubildende von Geldinstituten stehen Rede und Antwort

Berufsfindungsbörse Eichsfelder Auszubildende von Geldinstituten stehen Rede und Antwort

Trotz leicht rückläufiger Bewerberzahlen haben die regionalen Geldinstitute bislang keine Probleme, qualifizierte junge Menschen für ihre Ausbildungsstellen zu finden. Wer wissen will, ob persönliche Vorstellungen und die Praxis übereinstimmen, kann am Sonnabend, 18. Oktober, bei der Eichsfelder Berufsfindungsbörse in den Berufsbildenden  Schulen Duderstadt realitätsnahe Erkenntnisse sammeln.

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Bedienen Kundin Ursula Huch: Lena Wüstefeld und Daniel Werner, Auszubildende der Sparkasse Duderstadt.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Neben mehr als 50 anderen Ausstellern informieren die Sparkasse Duderstadt und die Volksbank Mitte über ihre Ausbildungsangebote.

„In Vorstellungsgesprächen hören wir immer wieder, dass die Bewerber bei der Börse waren und sich mit unseren Auszubildenden unterhalten haben“, sagt Maria Schmidt, Ausbildungsleiterin bei der Sparkasse Duderstadt. Jugendlichen in der Berufsfindungsphase rät sie zum Besuch, um sich von Praktikern informieren zu lassen.

„Das ist die einmalige Chance, nicht über das Internet zu recherchieren, sondern die gewünschten Auskünfte von jungen Menschen zu erhalten.“ Die Zahl der Bewerber schwanke von Jahr zu Jahr, sei insgesamt leicht rückläufig, aber unter dem Strich zufriedenstellend.

Auszubildende berichten von ihren Erfahrungen

Zu den Auszubildenden, die Gästen der Börse schon Rede und Antwort gestanden haben, gehört Lena Wüstefeld. „Die Besucher kommen gerne zu uns, weil wir näher dran sind und von eigenen Erfahrungen berichten können“, sagt die 20-jährige Bilshäuserin, die über eine Zeitungsanzeige und eine Freundin auf ihre Ausbildungsstelle aufmerksam geworden ist.

Neben Fragen zu Inhalten der Ausbildung interessierten sich die Besucher besonders dafür, was es für Tätigkeitsgebiete innerhalb der Sparkasse gibt. Durch den Zukunftstag an den Schulen haben Jugendliche offenbar schon mehr Vorstellungen vom Arbeitsleben als in früheren Zeiten, meint die angehende Bankkauffrau im dritten Lehrjahr.

Generell würden die Schulen heute intensiver als in früheren Zeiten auf das Thema Bewerbung vorbereiten, ist ihr Eindruck.

Einstellungstest der Sparkasse

Daniel Werner hat bei der vergangenen Berufsfindungsbörse den Einstellungstest der Sparkasse begleitet. Die Ergebnisse seien in aller Regel recht zufriedenstellend gewesen. Wenn Schwächen auftreten, dann vor allem in der Allgemeinbildung und in der Rechtschreibung, berichtet der 21-jährige Tiftlingeröder.

Auffallend ist, „dass viele Teilnehmer an solchen Tests sich nicht so richtig organisieren können, sich zu lange an einer Frage aufhalten und dann hektisch werden“, hat Jana Brand beobachtet, die bei der Sparkasse für die Organisation der Börse zuständig ist. Und noch etwas ist ihr aufgefallen: „Mädchen fragen oft mehr ins Detail“.

Informationen gibt es zur Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau ebenso wie zum berufsintegrierten Studienprogramm mit dem Abschluss zum Bachelor of Science und dem Trainee- und Studienprogramm zum Sparkassenbetriebswirt.

Ausbildung und das Duale Studium

Kontinuierlich bei der Eichsfelder Berufsfindungsbörse vertreten ist auch die Volksbank Mitte eG. In diesem Jahr werden Auszubildende zu Bankkaufleuten aus unterschiedlichen Jahrgängen sowie  ein angehender Bachelor of Arts in Banking and Finance als Ansprechpartner am Stand sein und die Besucher über die Ausbildung und das Duale Studium bei dem Geldinstitut informieren.

Ein fünfminütiger Film gibt Einblick in den Ausbildungsalltag.

„Die Besucher finden es gut, dass sie mit Gleichaltrigen sprechen und etwas von deren Erfahrungen hören“, sagt die 21-jährige Langenhägerin Julia Gatzemeier, die das dritte Lehrjahr der Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert. „Die Schüler wollen wissen, was man in der Ausbildung macht und welche Stationen wir durchlaufen“, berichtet Jeff Levermann, Auszubildender zum Bankkaufmann im dritten Lehrjahr.   

Entscheidungshilfe für junge Menschen

Das Konzept der Berufsfindungsbörse bietet jungen Menschen nach Einschätzung von Ausbildungsbeauftragter Sabine Gerdau eine gute Gelegenheit, Eindrücke zu sammeln, die bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes und der Entscheidung für einen Beruf hilfreich sein können.

Gefragt werde am Stand besonders nach Dauer und Inhalten der Ausbildung, den schulischen Voraussetzungen und den Perspektiven nach der Ausbildung. Während die Zahl der Bewerber leicht rückläufig sei, nehme die Qualität der Bewerbungen zu.

Bei der Entscheidung für eine Ausbildungsstelle spielen neben den Berichten von Angehörigen die Schulpraktika eine wichtige Rolle, weiß Gerdau aus vielen Gesprächen. „Die jungen Leute finden das ganz spannend und lernen auch interne Bereiche wie Werbung kennen, mit denen sie oft nicht in einer Bank rechnen.“

Börse
Präsentationen und Aktionen

Bock auf Job? lautet das Motto der 12. Eichsfelder Berufsfindungsbörse. Eine Vielzahl von Präsentationen und Aktionen wartet am Sonnabend, 18. Oktober, auf die Besucher, die sich von 10 bis 15 Uhr in den Berufsbildenden Schulen, Kolpingstraße 4/6, einen Überblick über Möglichkeiten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in der Region verschaffen können.

Junge Menschen haben die Gelegenheit, erste Kontakte zu Ausbildungsbetrieben, Schulen, Hochschulen und weiteren Bildungsträgern zu knüpfen.

Von Axel Artmann

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„Wir wollen etwas Praktisches zeigen“
Planen die Präsentationen bei der Eichsfelder Berufsfindungsbörse: Niklas Heidelberg, Michelle Räuber und Sandra Wepel (von links).

„Wir haben mit rückläufigen Bewerberzahlen zu kämpfen, aber auch die Qualität der Bewerbungen lässt nach.“ Michael Gonzalez, Geschäftsführer des Unternehmens Daume, bringt ein Problem zur Sprache, das derzeit viele Firmen haben: für ihre Ausbildungsstellen qualifizierte junge Menschen zu finden, wird immer schwieriger.

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©Richter