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Eichsfelder Esskultur auf der Spur

Speisen und Spezialitäten kennenlernen Eichsfelder Esskultur auf der Spur

Das Eichsfeld ist durch Wurst und andere Spezialitäten in aller Munde. Mit Besonderheiten regionaler Speisen haben sich 15 Jugendliche aus mehreren Erdteilen im Rahmen eines Deutschkurses befasst, den das Goethe-Institut in der Kolpingferienstätte ausgerichtet hat.

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Guten Appetit: Teilnehmer des Deutschkurses in der Kolpingferienstätte erkunden die Essvorlieben der Eichsfelder.

Quelle: Thiele

Gerblingerode. „Wenn Menschen gemeinsam kochen und gemeinsam essen, kommen sie sich wesentlich näher, als wenn sie nur große Reden schwingen“, so der pensionierte Lehrer Klaus Wehmeyer, der bereits zum vierten Mal bei einem Pasch-Kurs in Duderstadt dabei ist. Pasch steht für das Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“, das bei ausländischen Jugendlichen Begeisterung für die deutsche Sprache und Kultur wecken will.

Unter der Fragestellung „Wie is(s)t das Eichsfeld?“ besuchten die Teilnehmer die Heinz-Sielmann-Stiftung mit dem Bioland-zertifizierten Betrieb auf Gut Herbigshagen und den Hofladen Fröhlich in Immingerode. „Ihnen dürfte klar geworden sein, dass es ein Unterschied ist, ob ich Wurst als Industrieprodukt im Supermarkt kaufe oder direkt beim Erzeuger erwerbe“, meinte Wehmeier. Weitere Ziele waren ein Fischzuchtbetrieb in Pöhlde und das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen.

Auf dem Duderstädter Wochenmarkt erfuhren die Jugendlichen in Interviews mit Passanten, dass neben bekannten regionaltypischen Wurstwaren auch Gerichte wie Grünkohl mit Eichsfelder Kohlwurst und Bauernfrühstück mit Rühreiern, Bratkartoffeln, Würfelschinken und Gurken sehr beliebt sind.

„Zum Deutschlernen gehört auch Landeskunde und zur Kultur eines Landes auch die Esskultur“, erläutert Hannelore Besser, Schulleiterin in Ruhe, warum sich die Stipendiaten mit den Eichsfelder Spezialitäten beschäftigen. Diese kamen bei ihnen gut an: „Lecker“, so der Kommentar von Geraldine Aoué aus Burkina Faso zur Eichsfelder Wurst. Bisher kannte die 16-Jährige, die als Übersetzerin in ihrer Heimat tätig werden will, nur französische Wurstsorten.

„Das Eichsfelder Essen hat einen besonderen Geschmack“, so Andra Oprita aus Rumänien. Angetan zeigt sie sich auch vom Kartoffelbrot, das sie im Brotmuseum Ebergötzen probierte. „So etwas gibt es in meiner Heimat nicht“, berichtete die 18-Jährige, die in Deutschland als Ärztin arbeiten und zuvor hier studieren möchte. „Mir hat das Brot am besten geschmeckt“, meinte Renate Schnackenberg aus Südafrika, der Stracke ebenfalls mundete. Noch etwas anderes ist der 16-Jährigen aufgefallen. „Die Natur hier ist wunderschön.

Zum Programm der Stipendiaten gehörte auch ein Besuch der Berufsbildenden Schulen in Duderstadt. Die Gäste hätten gestaunt, dass es über das Duale System der Berufsbildung die Möglichkeit gebe, „sich für jede Karriere zu qualifizieren und auch zum Studium zu kommen“, so Besser. Weiteres Ziel war Ottobock. Einer Teilnehmerin, die beruflich im Bereich der Prothesenherstellung tätig werden möchte, dürfte dieser Abstecher in besonderer Erinnerung bleiben. Die Isländerin kann möglicherweise ein Praktikum in dem Unternehmen absolvieren.

Von Axel Artmann

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