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Eichsfelder Handwerksbetriebe suchen „Azubis“

Dachdecker Eichsfelder Handwerksbetriebe suchen „Azubis“

Wer eine Ausbildungsstelle sucht, hat Chancen im Eichsfeld. Auf der jungen Seite werden Handwerksbetriebe vorgestellt, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Heute: Der Dachdecker-Meisterbetrieb von Karl-Friedrich Engelhardt, KFE-Bedachungen in Renshausen.

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Bringt die Schieferplatten mit dem Hammer in Form: Dachdeckermeister und Juniorchef André Engelhardt.

Quelle: Pförtner

Mathe sei wichtig, aber auch Ehrlichkeit und ein freundliches Auftreten, sagt Dachdeckermeister André Engelhardt. „Ein Dachdecker muss das Lattmaß berechnen können,“ nennt er ein Beispiel und meint damit die Latten, auf denen später die Ziegel liegen. Wer Dachdecker werden will, sollte also mindestens einen guten Hauptschulabschluss vorweisen können, aber auch Beweglichkeit und Schwindelfreiheit seien bei Arbeiten in luftiger Höhe Grundvoraussetzung.

André Engelhardt hat vor drei Jahren die Meisterprüfung abgelegt. Sein Vater Karl-Friedrich Engelhardt hat 1985 die Firma in Renshausen gegründet, zieht sich aber inzwischen von den Dächern zurück und widmet sich den Arbeiten hinter den Kulissen – am PC und bei der Kundenbetreuung.

„Wir sind ein kleiner Familienbetrieb mit vier Mitarbeitern. Da ist Zuverlässigkeit wichtig. Wir rechnen mit jedem unserer Leute, aber dafür herrscht hier ein kollegiales Arbeitsklima“, erklärt er. „Der Beruf des Dachdeckers bietet Abwechslung. Man legt ja nicht nur Ziegel aufs Dach, sondern arbeitet mit ganz verschiedenen Werkstoffen“, sagt André Engelhardt. Dachlatten aus Holz würden zurecht gesägt und genagelt, Regenrinnen aus Zink und Kupfer bearbeitet, Dächer saniert oder mit Bitumen abgedichtet, Schornsteine und Außenfassaden mit Schiefer verkleidet, oder es würden Dachfenster oder Lichtkuppeln eingebaut. Ein Kunde verlange ein Blechdach, der nächste ein Gründach.

Die Ausbildung umfasst drei Jahre, wobei man überbetrieblich im Ausbildungszentrum St. Andreasberg geschult wird. Die Firma KFE-Bedachungen erhält ihre Aufträge im Radius von etwa 50 Kilometern, die Fahrtzeiten sind dementsprechend überschaubar. Zurzeit herrsche bei den Dachdeckern Fachkräftemangel, daher seien die Zukunftsaussichten nach der abgeschlossenen Ausbildung sehr gut, betont der Juniorchef. Wer sich bewirbt und in die engere Auswahl falle, würde zwei Wochen zur Probe mitarbeiten. „Dann können wir – und auch der Bewerber selbst – sehen, ob es passt,“ sagt André Engelhardt. „Wenn die Kollegen merken, dass jemand mit Interesse bei der Arbeit ist, wird er schnell integriert“, weiß der Seniorchef, der sich noch gut an die eigene Lehrzeit erinnert.

Damals haben die Auszubildenden neben handwerklicher Begabung auch Humor beweisen müssen. „Ich wurde losgeschickt, um eine Schieferpresse zu holen“, erzählt er, wobei sein Lachen selbst dem Laien verrät, dass bisher noch keine Schieferpressen erfunden wurden. Etwas Humor sei aber auch heute im Handwerk willkommen.

Bewerber um einen Ausbildungsplatz (oder als Geselle), können sich mit der Firma KFE-Bedachungen unter Telefon 055 07/ 91 52 91 in Verbindung setzen. Weitere Infos gibt es im Internet unter arbeitsagentur.de.

Von Claudia Nachtwey

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