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Eichsfelder Jägerschaft begrüßt Wolfseinwanderung

„Wir haben nichts gegen ihn“ Eichsfelder Jägerschaft begrüßt Wolfseinwanderung

Nachdem Anfang März ein Wolf im Eichsfeld bei Breitenberg gesichtet wurde, beschäftigt das Thema auch die Eichsfelder Jägerschaft. „Wir begrüßen, dass der Wolf hier wieder heimisch wird“, sagte der Vorsitzende Hans-Georg Kracht am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung in Westerode.  „Wir haben nichts gegen ihn.“

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Jägerschaft Duderstadt: Rund 120 Jäger kommen zur Hauptversammlung und Hegeschau.

Quelle: Schneemann

Westerode. Den Jägern riet Kracht mit Blick auf den „Wolfstourismus“ , sich bei Sichtungen besser „bedeckt“ zu halten und den „Dienstweg“ einzuhalten. Angesichts der Debatte, die in Niedersachsen tobe, freue sie sich, dass die Jägerschaft das Thema Wolf positiv begleite, sagte Göttingens Erste Kreisrätin Christel Wemheuer. „Ich finde es klasse, dass der Lebensraum so ist, dass der Wolf zurückkommen kann.“ Beim Biotopschutz sei die Duderstädter Jägerschaft gut aufgestellt. Wemheuer wies auf die 2016 bevorstehende Kreisfusion mit Osterode hin, nach der es nur noch einen Kreisjägermeister geben werde. Die Umweltdezernentin trat Befürchtungen vor der bevorstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes entgegen. Ein absolutes Jagdverbot, wie es manche wollten, sei für Niedersachsen „unrealistisch“.

Der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen,  Ernst-Dieter Meinecke, sah hingegen bereits die Jagdzeitenänderung Ende vorigen Jahres in Niedersachsen kritisch. Insbesondere für eine Einschränkung der Jagdzeit beim Dachs, dessen Zahl zunehme und der Schäden im Mais und auch im Weizen anrichte, gebe es keine guten Gründe. Der Landesverband unterstütze Normenkontrollklagen von Jägern vor dem Oberverwaltungsgericht, sagte Meinecke. Das Jagdrecht sei ein Eigentumsrecht. Möglicherweise müsse auch in Hannover demonstriert werden, kündigte der Vizepräsident an und verwies auf 15 000 Demonstranten vor dem Landtag in Nordrhein-Westfalen. „Die Freude an der Jagd werden wir behalten und lassen sie uns auch durch Gesetze nicht nehmen.“

Aus Sicht von Kreisjägermeister Alfred Ballhausen war die Jagd „noch nie so gefährdet wie heute“. Jagd und Jäger seien einem Kreuzfeuer ideologischer Anfeindungen und kritischer Meinungen ausgesetzt. „Wir möchten nicht zu Schädlingsbekämpfern degradiert werden.“

Den Naturschutzpreis der Jägerschaft und der Volksbank Mitte überreichte Bankvorstand Björn Henkel an die Revierpächter Vinzenz Ballhausen und  Peter Jakobi aus Hilkerode. Ausgezeichnet wurden damit die nachhaltig erfolgreichen Bemühungen, Fasane und Rebhühner wieder anzusiedeln. 

Bei den turnusmäßigen Wahlen trat der Vorstand mit dem Vorsitzenden Hans-Georg Kracht, seinem Stellvertreter Thomas Ehbrecht sowie Schriftführer Erich Hagemann und  Schatzmeister Michael Nachtwey wieder an und wurde für vier Jahre einstimmig wiedergewählt. 

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©Richter