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Eichsfelder Jugendliche proben wirtschaftlichen Ernstfall

Investitionen und deren Folgen Eichsfelder Jugendliche proben wirtschaftlichen Ernstfall

Mit einer Idee fängt alles an. Wenn daraus ein Produkt entwickelt wird, muss es hergestellt, vermarktet und an die Zielgruppe gebracht werden. Natürlich soll damit auch Geld verdient werden, das den Aufwand gerechtfertigt.

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Das Management-Information-Game in der ersten Phase: Schüler diskutieren über die Vermarktung ihres imaginären Produktes.

Quelle: Richter

Duderstadt. Die vielfältigen Aspekte aus der reellen Wirtschaft lernen 18 Zehntklässler des Eichsfeld Gymnasiums Duderstadt (EGD)zurzeit in einer außerschulischen Wirtschaftswoche kennen. Sie nehmen am Management-Information-Game (MIG), dem Wirtschaftsplanspiel des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH, teil. Dazu hat die Bundespolizei auf dem Euzenberg die äußeren Rahmenbedingungen geschaffen und ihre Schulungsräume samt Technik zur Verfügung gestellt.

„Die Schüler diskutieren eifrig über Investitionen, Rücklagen, Märkte, um ihr imaginäres Produkt gewinnbringend zu vermarkten. Neben den wirtschaftlichen und ökologischen Zielen spielen auch die sozialen Faktoren eine Rolle. Es kann auch zu Personalkündigungen kommen“, erklärt Spielleiter Manfred Kussatz vom Bildungswerk. Während der Wirtschaftswoche hören die Schüler Vorträge von Fachleuten aus der regionalen Wirtschaft zu Themen wie Unternehmensorganisation, Bilanzen, Personalwesen, Marketing, Sozialversicherung oder Aktien und Börse.

Diese Informationen sollten sie in ihre Spielentscheidungen mit einfließen lassen. Ob sich ihr Wirtschaftsunternehmen im Spiel rentiert und an den Märkten überlebensfähig bleibt, lässt sich über die Bo-Cash-Software errechnen, über die das Spiel läuft. Ziel ist es, anhand von wirtschaftlichen Entscheidungen die Folgen abzuschätzen und verantwortungsvoll zu handeln.

Ob das geglückt ist, wird sich bei der Präsentation vor Gästen aus der regionalen Wirtschaft zeigen. Diese dürfen Fragen zu Investitionen, Personalentscheidungen oder Umweltfaktoren stellen, und die Schüler müssen auch rhetorisch von ihrem Produkt überzeugen.

„Es werden aus allen zehnten Klassen des EGD Schüler ausgewählt, die besonders gute Leistungen in den Fächern Politik, Wirtschaft, Erdkunde und Geschichte zeigen und motiviert sind. Die Teilnahme bleibt aber freiwillig“, erklärt EGD-Lehrer Jens Stumpf, der bereits seit drei Jahren das Planspiel begleitet. Die Kooperation mit der Bundespolizei begründet der stellvertretende Abteilungsführer Reiner Paschke: „Wir wollen mit der Unterstützung der Schüler auch unsere Verbundenheit zur Region demonstrieren.“

Von Claudia Nachtwey

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