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Eichsfelder Schüler können sich nach Göttingen orientieren

Schulgrenzen teilweise aufgehoben Eichsfelder Schüler können sich nach Göttingen orientieren

Dafür kämpfen Eltern schon lange: Ab kommendem Sommer können Kinder aus dem gesamten Bereich Dransfeld und Radolfshausen eine Gesamtschule oder ein Gymnasium in Göttingen wählen. Bisher dürfen viele von ihnen – je nach Wohnort – nur die Gymnasien in Duderstadt und Hann. Münden besuchen.

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Der Landkreis Göttingen verschiebt auch die Schutzgrenzen für das Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt/Hann.Münden. Der Vorschlag von SPD und Grünen im Schulausschuss des Kreistages kam überraschend und war mit einem schnellen Federstrich abgehakt. Nur die CDU zögerte und enthielt sich bei der Abstimmung. Eigentlich ging es dabei um eine ganz neue und nicht weniger bahnbrechende Vereinbarung mit der Stadt Göttingen über ganz andere Schulbereiche: Darin stimmt der Kreis  einer dritten Gesamtschule in der Stadt zu.

Im Gegenzug können Göttinger Schüler alle allgemeinbildenden Schulen im Kreisgebiet außer in Duderstadt und Münden besuchen. Stadt und Kreis sorgen durch vorgegebene Jahrgangszüge dafür, dass alle Gesamtschulen ausgelastet sind. Und Schüler der IGS Bovenden bekommen die Garantie, an einer Göttinger Schule Abitur machen zu können.

Mit dieser Vereinbarung werde vor allem dem Göttinger Elternwille Genüge getan, erklärte Matthias Schenke (SPD) zum Änderungsantrag seiner Partei. Und: „Da passt es nicht mehr, wenn wir an alten Kreisgrenzen festhalten.“ Denn die alten umstrittenen Schulbezirke sind auch in der Vereinbarung aufgeführt.

Kreisschulsausschuss streicht Einschränkung

Bleiben sie drin, dürften weiterhin nur Kindern aus den Radolfshäuser Gemeinden Ebergötzen, Waake, Landolfshausen sowie aus den östlichen Dörfern der Samtgemeinde Dransfeld auf Gymnasien und Gesamtschulen in Göttingen gehen. Diese Einschränkung hat der Kreisschulsausschuss gestrichen. Die Änderung muss noch in der Schulsatzung des Kreises umgesetzt werden.

Protest kam sofort vom Grotefend-Gymnasium in Münden. „Wenn nach 30 Jahren mal eben die Grenzen zugunsten der Göttinger Schulen geöffnet werden, fordern wir Gleichbehandlung auf der anderen Seite“, so Schulleiterin Heidrun Korsch. Dann müssten auch die Grenzen zu Hessen geöffnet werden, um eine Schülerwanderung von dort nach Münden zu ermöglichen.

Seit der Kreisreform in den 70er-Jahren war Schülern, die in den Altkreisen Duderstadt und Münden wohnen, der Schulbesuch in Göttingen verwehrt. Damit wollte der Kreis seine dortigen Gymnasien schützen. Dagegen hatten aber immer wieder Eltern protestiert. Inzwischen können Schüler aus diesen Bereichen schon die IGS Bovenden anwählen.

Schülern aus den anderen Gemeinden stand der Weg nach Göttingen immer offen. Der Schulausschuss des Göttinger Rates berät heute, 2. Oktober, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus über die Vereinbarung. 

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