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Eichsfelder Wallfahrer sammeln viele Eindrücke in Schlesien

Pilgerreise nach Schlesien Eichsfelder Wallfahrer sammeln viele Eindrücke in Schlesien

Schlesien schlägt geschichtlich und geographisch eine Brücke zwischen West und Ost. Davon haben sich 45 Wallfahrer aus der Rhumspringer Pfarrei St. Sebastian bei ihrer Pilgerreise einen Eindruck verschafft.

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Quelle: EF

Rhumspringe. Erste Station der von Marianne und Elmar Diedrich, Gudrun und Frank Jegerczyk aus Rüdershausen und Pfarrer Markus Grabowski über ein Jahr lang vorbereiteten Reise war Görlitz. Nach einem Rundgang kam die Gruppe am „heiligen Grab“ an und hielt ein kurzes Gotteslob.

Im Riesengebirge erkundete sie vom Caritashaus Schreiberhau aus die Region. Am zweiten Tag begaben sich die Teilnehmer nach Hirschberg, später zum Miniaturmuseum Kowary (Schmiedeberg), wo sie Schlösser und Kirchen Niederschlesiens in Miniatur betrachteten. Auf dem Rückweg machten die Eichsfelder einen Abstecher zum Haus von Gerhard Hauptmann.

Per Sessellift ging es zur Schneekoppe, bevor die Wallfahrer am vierten Tag über das barocke Schlesien in Grüßau, wo vor der Gnadenmutter die Grüßauer Marienrufe angestimmt wurden, und die evangelische Friedenskirche Schweidnitz nach Neisse kamen. Hier fanden sie im ehemaligen Priesterseminar ihre Unterkunft bis zum Ende der Reise.

Prälat Klaus Mroz begrüßte die Wallfahrer in der Jakobuskirche und stellte das Gotteshaus mit dem Kirchenschatz im Kirchturm vor. Am Hauptaltar, in der Nähe der Reliquien der seligen Maria Merkert, die im 19. Jahrhundert die „Grauen Schwestern“ gegründet und sich besonders den Kranken gewidmet hat, feierten sie die heilige Messe und in Fürbitten trugen sie die Nöte und Anliegen der Eichsfelder vor. Mroz zeigte den Mitreisenden die Umgebung und den Kurort Bad Karlsbrunnen auf der tschechischen Seite Schlesiens. In Breslau stellte Pater Marian Arndt das Haus der Franziskaner und seine Arbeit in der deutschen Seelsorge vor.

Pfarrer Grabowski gestaltete am Sonntag einen persönlichen Tag und nahm die Pilgergruppe im Beisein seiner Eltern in sein Heimatdorf Staniszcze Wielkie (Groß Stanisch), Kreis Groß Strelitz mit. Der Pfarrer wurde hier 1976 geboren, bevor er mit den Eltern und seinem Bruder 1988 nach Deutschland umgesiedelt ist.

Nach einem in deutsch und polnisch gehaltenen Gottesdienst lud er seine Gäste zu einem „Hochzeitsmahl“ in der örtlichen Gaststätte „Jagus“ ein, später reiste die Gruppe zur heiligen Anna am Annaberg. Auf der Rückreise machte sie einen Zwischenstopp in Trebnitz bei der heiligen Hedwig.

Die Wallfahrer feierten am Grab der Patronin Schlesiens eine Heilige Messe und ließen sich von Schwester Justina (Himmelwitz), die seit 65 Jahren im ansässigen Borromäerinnenkloster lebt und gerade ihr Diamantenes Professjubiläum beging, durch Kirche und Kloster führen. Pfarrer Grabowski nahm für jeden Tag eine der neun Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium zur Betrachtung vor.

Von Axel Artmann

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