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Eichsfelder bauen Schule in Namibia

German-Namibian-Association engagiert sich in Afrika Eichsfelder bauen Schule in Namibia

Ein Bauprojekt startet die im Eichsfeld verwurzelte German-Namibian-Association (GNA) im Norden des afrikanischen Landes. Der 2008 gegründete Verein mit 40 Mitgliedern unterstützt damit die Kamutjonga Senior Primary School in Divundu am Okavango-Fluss.

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Der 2008 gegründete Verein mit 40 Mitgliedern unterstützt die Kamutjonga Senior Primary School in Divundu am Okavango-Fluss.

Quelle: r

Obernfeld. In vier Wochen wollen wir loslegen“, sagt GNA-Vorsitzender Thomas Ehbrecht. Für rund 50 000 Euro - inklusive 23000 Euro der Bingo-Umweltstiftung - soll ein multifunktionales Gebäude mit sanitären Anlagen gebaut werden. Geplant sind ein Lehrer- und Direktorenzimmer, ein Lese- und Aufenthaltsraum mit Bibliothek und ein EDV-Raum. Ehbrecht verfolgt mit dem Pilotmodell auch das Ziel, über eine Vorbildfunktion weitere Projekte zur Verbesserung des Bildungsniveaus anzuregen. Der Neubau solle auch als Begegnungsstätte dienen, mit einer Eichsfelder Schule werde eine Partnerschaft angestrebt, sagt Ehbrecht.

Die von rund 230 Kindern im Alter von 7 bis 16 Jahren besuchte Schule mit acht Lehrern wird ebenso wie ein Waisenhaus in dem Land mit deutscher Kolonialvergangenheit schon seit Jahren von der GNA unterstützt - von der Bestuhlung über die Einzäunung des Geländes aus Sicherheitsgründen bis zur Ausstattung mit Drucker, Computer, Kopierer und Internet-Zugang. Die Aids-Rate sei hoch, viele der Schüler Waisen oder Halbwaisen, sagt Ehbrecht, der „Land und Leute kennen und lieben gelernt“ hat. Wichtig sei der Kontakt vor Ort. Ehbrecht fragt, was gebraucht wird und kontrolliert, welche Fortschritte es gibt.

Der vielfältig ehrenamtlich engagierte Obernfelder gerät ins Schwärmen, wenn er von Namibia erzählt. Der Impuls zur Gründung der GNA ist von Eichsfelder Jägern ausgegangen. „Die Jagd hat einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert in Namibia und sichert Arbeitsplätze, die Hälfte des Trophäenpreises fließt in den Naturschutz“, betont der Jagdhornbläser, Rotarier und Unternehmer, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Mehrmals im Jahr fliegt Ehbrecht nach Namibia, ist Mitglied im Gesangsverein Swakopmund und hat dort vor drei Jahren das Hotel „Deutsches Haus“ erworben. „Viele Eichsfelder waren dort schon zu Gast“, sagt der Obernfelder, der das Hotel mit Restaurant, 72 Betten und 50 Mitarbeitern noch erweitern will. Ehbrecht ist auch Mitglied der 1977 gegründeten Deutsch-Namibischen Gesellschaft, die rund 1600 Mitglieder und ihren Sitz in Göttingen hat.

Damit es nicht zu Namensüberschneidungen kommt, firmiert der kleine gemeinnützige Verein, den die Eichsfelder Namibia-Fans gegründet haben, als German-Namibian-Association.

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