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Eichsfelder nehmen Abschied von ihrem Propst

800 Menschen besuchen Vesper Eichsfelder nehmen Abschied von ihrem Propst

Zu jeder Kirche, jedem Baum, jedem Grenzstein im Eichsfeld habe Propst Wolfgang Damm etwas zu erzählen, hebt der Hildesheimer Generalvikar, Werner Schreer, hervor. Wer mit dem Propst in der Region unterwegs sei, dem werde die tiefe Verwurzelung des Christentums im Eichsfeld bewusst. Prälat Schreer sprach gestern bei der Verabschiedung des Propstes in der Kirche St. Cyriakus vor 800 Menschen.

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Verabschiedung nach 23 Dienstjahren: Kaplan Tim Keßler, Generalvikar Werner Schreer und Propst Wolfgang Damm.

Quelle: Walliser

Der Generalvikar erinnert an die Wiedervereinigung Deutschlands, die in die Amtszeit Damms fiel und sich am Sonntag zum 20. Mal jährte. Sie habe die Herzen der Menschen berührt. Außerdem hebt er hervor, dass beim Propst Kirche und Caritas nie ausein-ander gefallen seien. Für viele Menschen stelle das Tun des Glaubens das Tor zum Glauben dar. Der Propsteichor singt. Damm meint hinterher, als Schreer wieder abgereist ist: „Schön, dass der Generalvikar erleben durfte, dass eine Vesper in der Pampa ein Genuss sein kann.“ Musikalische Darbietungen gibt es auch nach dem Gottesdienst im Pfarrheim. Unter anderem singt der Jugendchor, der Anfang der 1970er-Jahre gegründet wurde, als Damm in Duderstadt noch Kaplan war.

Viele Geschenke bekommt der Geistliche überreicht. Das Ehepaar Theo Preis hat anlässlich des Erntedankfestes eine Erntekrone mitgebracht. „Zur Silberhochzeit habe ich euch eine Tour durchs Eichsfeld versprochen“, sagt Damm. Zur bevorstehenden Goldenen Hochzeit wolle er sein Versprechen nun wahr machen. Die Seelsorgeeinheit hat für Damm ein altes Fahrrad – und einen Gutschein für ein neues. Bürgermeister Wolfgang Nolte enthüllt mit dem Landtagsabgeordneten Lothar Koch (beide CDU) und Peter Menge ein Bild des Propstes. Es stammt von Susanne Straßmann und soll künftig im Kapitelsaal der Propstei hängen, wo bereits viele Vorgänger Damms zu sehen sind. Kommentar des Propstes: „Es fehlt die Zeile: Fürchtet euch nicht.“

„Um der Barmherzigkeit willen“, erklärt der evangelische Pastor Karl Wurm und macht eine Pause, „Um der Barmherzigkeit willen zwinge ich mich zur Kürze.“ Er dankt Damm für die gelebte Ökumene. Der Propst erwidert gut gelaunt, dass er als geschichtlich interessierter Mensch in seinem Familienstammbaum Calvinisten und Lutheraner entdeckt habe. Da sei bei ihm die Erkenntnis gereift: „So ganz ungläubig waren die auch nicht.“

Michael Casper

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