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Eichsfelder rechnen fest mit Papst Benedikt

Bürgermeistertreffen Eichsfelder rechnen fest mit Papst Benedikt

Seit 22 Jahren treffen sich die Bürgermeister der Eichsfeld-Städte zum Jahresauftakt in Duderstadt und tauschen sich zu aktuellen Themen aus. Inhaltlich von herausragender Bedeutung war die Begegnung am Montag: Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland vom 22. bis 25. September dieses Jahres war zentrales Thema.

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Gesprächsrunde im Duderstädter Rathaus: Arnold Metz, Gerd Reinhardt, Lothar Koch, Wolfgang Nolte, Gerold Wucherpfennig und Bernd Beck (von links).

Quelle: OT

Keine andere Region nördlich des Mains in Deutschland sei konfessionell derart stark geprägt wie das Eichsfeld, sagte Gerold Wucherpfennig, der als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld (HVE) am Bürgermeistertreffen teilnahm und betonte, dass er fest mit dem Besuch des Heiligen Vaters auf der Burg Scharfenstein rechne. „Ich gehe davon aus, alles andere wäre eine Enttäuschung“, meinte der Eichsfelder CDU-Abgeordnete im Thüringer Landtag. Im Eichsfeld würde Geschichte geschrieben, wenn der Papst im Rahmen seiner pastoralen Reise in Deutschland und dem Bistum Erfurt die Region besuche. Weltweite Aufmerksamkeit sei dem Eichsfeld gewiss, meint Wucherpfennig.

Von einem „positiven Ausnahmezustand“ sprach Gerd Reinhardt (CDU), Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis, in deren Einzugsgebiet Burg Scharfenstein zwischen Beuren und Kreuzebra liegt. „Der Besuch des Papstes wäre das bedeutendste Ereignis in der über 1100-jährigen Geschichte des Eichsfelds“, sagte Reinhardt. Auch im Sinne der Volkskirche und in der Bestärkung des Glaubens sei der Besuch von Gottes Stellvertreter im Eichsfeld zu werten.

Ebenso wie Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Ehrenbürgermeister und CDU-Landtagsabgeordneter Lothar Koch pflichteten Heiligenstadts Bürgermeister Bernd Beck und Dingelstädts Bürgermeister Arnold Metz Bürgermeister Reinhard bei, der die Eichsfelder dazu aufrief, den Papstbesuch noch mehr „offen zu artikulieren“ und „im Herzen zu tragen“, wie er sagte.

Als Kardinal Joseph Ratzinger 2005 in Rom als Deutscher zum Papst gewählt worden sei, sei bereits die Idee des Papstbesuchs im Eichsfeld geboren worden, erläuterte Wucherpfennig. Bürgermeister Beck aus Heiligenstadt berichtete, dass sein inzwischen gestorbener Bruder Ernst, von Beruf Zeitungsredakteur, die Idee mit vorangetrieben habe.

„Nichts Neues“, hieß es gestern vom Bistum Erfurt auf Tageblatt-Anfrage über die Pläne zum Papstbesuch. Der Bischof habe erklärt, dass der Papst auf seiner Reise möglichst viele Menschen treffen möchte – auch Eichsfelder, erklärte Pressereferent Peter Weidemann. Auf der Internetseite der Apostolischen Nuntiatur heißt es: „Vorschläge und Bitten für den Verlauf des Besuches außerhalb der drei Hauptorte (Berlin, Erfurt, Freiburg) können in keiner Weise berücksichtigt werden.“

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