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Eichsfelder starten zur Zeitreise auf dem Holzweg

Tag des offenen Denkmals Eichsfelder starten zur Zeitreise auf dem Holzweg

Wer gestern den Tag des offenen Denkmals besucht hat, war auf dem Holzweg. Der natürliche Werkstoff  Holz stand bei der bundesweiten Aktion in diesem Jahr im Mittelpunkt. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen nutzten auch im Eichsfeld viele Menschen die Angebote als sonntägliches Ausflugsziel.

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Sonst verschlossen: Mica und Ulrike Wildenhayn im Gieboldehäuser Schlosskeller – samt Gespenst.

Quelle: Kunze

Eichsfeld. Zu einer Zeitreise empfing die Geschichtswerkstatt des Heimat- und Verkehrsvereins Gieboldehausen die Besucher im örtlichen Fachwerkschloss.

Auf allen Ebenen gab es Präsentationen, lagen Dokumente aus und warteten spezielle Anziehungspunkte auf interessierte Gäste. „Wir bemühen uns, Historie lebendig werden zu lassen“, erläuterte Ortsheimatpfleger Gerhard Rexhausen.

Eine kommentierte Power-Point-Präsentation im Trauzimmer zeigte fortlaufend Bildimpressionen aus dem heutigen und dem früheren Hahleort. Viele Gieboldehäuser wollten etwas über ihre Vorfahren erfahren. Sie ließen sich Familienstammbäume aus der Einwohnerdatenbank ausdrucken.

„Wir können von jedem Haus im Ortskern sagen, wer seit 1638 darin gewohnt hat“, so Rexhausen. Die entsprechenden Dokumente lockten ebenso viele Blicke an wie ein Handrissblatt von 1868. Es verdeutlichte, dass zur damaligen Zeit die Grundstücke im Ortskern quer durcheinander gingen, während sie in den angrenzenden Gebieten wesentlich gleichmäßiger waren.

Für Gesprächsstoff sorgten frühere Konzepte für den Bau einer Badeanstalt in Gieboldehausen und heutige Pläne für eine Versetzung der Nepomuk-Statue. Im Dachgeschoss zeigte eine Ausstellung die Geschichte des Gebäudes. Besucher erfuhren, dass diese vermutlich vor 1000 bis 1200 Jahren mit einer Turmhügelburg begann, die 1350 mit einer spätmittelalterlichen Wasserburg überbaut wurde, bevor ab dem 15. Jahrhundert die Auffüllung des Geländes begann.

Auch wenige Kilometer weiter südlich konnten Besucher die oberen Ebenen eines bekannten Gebäudes kennen lernen. Der Vorsitzende des Fördervereins Heimatmuseum Obernfeld, Georg Kopp, lud Interessierte zur Besichtigung des Turmes und Dachstuhls der St.-Blasius-Kirche ein.
Teilnehmer konnten aus unmittelbarer Nähe die Blasius-Glocke sehen, einen Blick durch eine Deckenöffnung werfen, durch die unter anderem der Adventskranz und die Erntekrone justiert werden. Außerdem führte sie der Rundgang zur Mechanik der alten Turmuhr.

Auch anderenorts im Eichsfeld gab es Präsentationen zum Tag des offenen Denkmals. So wie in Gieboldehausen und Obernfeld fanden auch die Präsentationen in Renshausen, Esplingerode und Duderstadt großen Anklang.

art

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©Richter