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Eichsfelder wandelt Ex-Schülerfirma in echtes Unternehmen um

Apps für Schulen und DJs Eichsfelder wandelt Ex-Schülerfirma in echtes Unternehmen um

Vor zwei Jahren hat die schuleigene App Einzug am Eichsfeldgymnasium gehalten (EGD) und schreibt seitdem Erfolgsgeschichte. Entwickelt wurde die Software 2012 von Eichsfelder Jugendlichen, die mit dieser Idee die EGD-Schülerfirma School IT Service gegründet haben.

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Macht das Schulleben leichter: Benjamin Ledel will seine selbst entwickelte Schul-App in einer eigenen Firma vermarkten.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Aber seit unserem Abitur im Frühjahr können wir nicht mehr als Schülerfirma arbeiten“, erklärt Gründungsmitglied Benjamin Ledel. Nun will der angehende Informatik-Student die ehemalige Schülerfirma in eine echte Firma umwandeln. Unterstützung erhält er auch von Schulleiter Thomas Nebenführ, der sich bereit erklärte, Ledel die Rechte an der von ihm entwickelten Software zu überlassen.

Ob Vertretungspläne, das Mensa-Angebot, Fragen zu Hausaufgaben oder Klassenarbeiten, Schulplanungen oder Eindrücke von der letzten Kursfahrt – mit der App sind Schüler, Lehrer und Eltern aktuell über das Schulleben informiert und können sich auch selbst mit einbringen.

Zudem ist alles schulisch Wichtige an insgesamt sechs interaktiven Touch-Bildschirmen abzufragen, vier davon sind im EGD öffentlich zugänglich und zwei am EGD-Junior an der Christian-Blank-Straße.

Mehrere Finanzierungsmöglichkeiten

Ledel möchte auch anderen Schulen die auf sie eigens zugeschnittene App anbieten. Für die Finanzierung gebe es mehrere Möglichkeiten, so der 18-Jährige. „Die Kosten wären mit etwa 7 Euro im Monat pro 100 Nutzer für das Basispaket, also sieben Cent pro Schüler, sehr niedrig. Entweder tragen die Schulen das selbst oder die Eltern übernehmen das“, sagt Ledel.

Neben dem Basisangebot, das Vertretungsplanbildschirme und den interaktiven Touch-Bildschirm beinhaltet, gibt es auch die Angebote „Premium“ (mit Klassenarbeitsplaner, mobilen Anwendungen über iOS und Android und Serviceleistungen) und „Premium plus“ (zusätzlich ein News-System für die Homepage und Gruppenfunktion zum Austausch wichtiger Dokumente zwischen Lehrern und Schülern).

Bei Premium plus würden zehn Cent pro Schüler bei 100 Nutzern im Monat anfallen.

Junge Generation als Zielgruppe

Doch bevor die Firma gegründet wird, stellt Ledel noch eine weitere App vor, die er entwickelt hat: „Tracklists“ soll DJs und Veranstaltern ein Bild verschaffen, welchen Musikgeschmack die Gäste auf einer Party haben.

„Zielgruppe ist hier die junge Generation. Schon vor einer Veranstaltung können Gäste Musikwünsche äußern. Der DJ entscheidet zwar immer noch selbst, was er spielt, kann sich aber auf die jeweiligen Besucher einstimmen“, nennt Ledel einen Vorteil. Ein weiterer sei die Möglichkeit für die User der App, Freunde einzuladen.

Zudem generiert das System automatisch Charts und wertet Alter, Region und andere Kriterien der User aus. Die kostenlose Anwendung kann aus den gängigen App-Stores heruntergeladen werden. Finanziert werden soll sie über „dezente Werbung“, so Ledel.

Kreative Konzepte für alle Bereiche

Mit dieser Idee hat sich der angehende Student beim Wettbewerb Gründer Garage, der von verschiedenen Großunternehmen, Stiftungen und der IHK Berlin initiiert wird, beworben. Die Gründer Garage zeichnet keine fertigen Geschäftsmodelle aus, sondern sucht kreative Konzepte für alle Bereiche der Gesellschaft.

Bewertet werden die Beiträge in einem Punktesystem, das sich aus der Einschätzung eines Expertenteams und aus einem Voting im Netz zusammensetzt.

„Getestet haben wir die Tracklists schon auf etwa zehn Veranstaltungen. DJs und Gäste waren begeistert“, erklärt Ledel und hofft auch aus dem Eichsfeld auf viele Stimmen für seine Idee.

Von Claudia Nachtwey

Infos zum Voting bei gruender-garage.de. Die kostenlose App gibt es unter tracklists.eu.
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©Richter