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Eichsfelderin hilft Kindern in Argentinien

Freiwilligendienst bei den Salesianern Eichsfelderin hilft Kindern in Argentinien

In zwei Tagen ist es soweit: Die neunzehnjährige Friederike Jendrysik aus Duderstadt wird am Freitag, 20. August, das Flugzeug besteigen, und 14 Stunden später ist sie in Argentinien.

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Friederike Jendrysik

Quelle: Tietzek

Da ist jetzt Winter. „Das Klima in Argentinien ist gemäßigt europäisch. Vielleicht sind da jetzt so um die zehn Grad“, hat sich Friederike informiert.

Den argentinischen Sommer wird sie aber auch noch kennenlernen, denn sie wird ein Jahr dort bleiben. Für einen Freiwilligendienst in einer Einrichtung der Salesianer Don Boscos hat sie sich entschieden. Der von Johannes Bosco gegründete Orden unterstützt benachteiligte Jugendliche in der ganzen Welt und ist dem Weltwärts-Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angeschlossen. „Für mich ist das eine große Herausforderung, in Südamerika mit Straßenkindern zu arbeiten und dort zu helfen“, nennt Friederike den Grund für ihre Entscheidung. Dabei ist ihr bewusst, dass dieser Job hart werden kann. „Die Straßenkids haben Drogenprobleme, keine Perspektiven und können aggressiv werden. Aber ich will mehr machen als einen Au-Pair-Job bei einer reichen Familie“, sagt sie.

Sozial engagiert ist die Duderstädterin bereits seit einigen Jahren als Gruppenleiterin der Messdiener. „Aber diese Erfahrungen sind nicht mit dem zu vergleichen, was mich bei den Straßenkids in Argentinien erwarten wird“, vermutet sie.

Im August 2010 gehen 25 junge Leute aus Deutschland nach Südamerika, um dort die Ordensbrüder Don Boscos bei ihrer sozialen Arbeit zu unterstützen. Zuvor gab es drei Vorbereitungsseminare. „Dort wurden Krisensituationen besprochen und über Rollenspiele Reaktionen getestet“, erklärt Friederike. Außerdem sei man auf die fremde Kultur und organisatorische Dinge vorbereitet worden. Dass sie über eine religiös geprägte Organisation ihren Freiwilligendienst in Argentinien antritt, war nicht unbedingte Voraussetzung, „aber dass es sich so ergeben hat, finde ich gut“, erklärt die Eichsfelderin.

Friederike hatte Spanisch am Eichsfeldgymnasium, wo sie in diesem Jahr ihr Abitur machte. Trotzdem gibt es in den ersten zwei Wochen noch einen Sprachkurs in Argentinien. Dort wird sie auch ihre Betreuer – Padres aus dem Orden, Lehrer oder Erzieher – kennenlernen. Anschließend wird sie ihren Einsatzort erfahren. Kost, Logis, ein kleines Taschengeld und den Flug bezahlt der Orden, aber die übrigen Kosten muss Friederike über Spenden zusammen sparen. Auf der Jungen Seite wird sie in den nächsten Monaten von ihren Erlebnissen und Eindrücken aus Argentinien berichten. Kontakt: friederike_jendrysik@yahoo.de.

  Salesianer Don Boscos
  Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 bei Turin geboren. Sein Leben widmete er der Unterstützung benachteiligter Jugendlicher. Dafür bildete er Mitarbeiter aus und gründete eine katholische Gemeinschaft, die er Salesianer nannte. Don Bosco starb am 31. Januar 1888. 1934 wurde er heilig gesprochen und gilt seither als Schutzpatron der Jugend. Heute arbeiten die Salesianer Don Boscos in 132 Ländern, um Jugendlichen in schwierigen Situationen zu helfen und Perspektiven zu schaffen. Dabei sollen Persönlichkeiten gestärkt und Eigenverantwortung gefördert werden. Unterstützt wird die Arbeit durch Stiftungen, Spenden, Ehrenamtliche und Freiwilligendienste weltweit.

ny

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