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„Eichsfeldgymnasium ist nicht in Gefahr“

Sigrid Jacobi tritt Befürchtungen entgegen „Eichsfeldgymnasium ist nicht in Gefahr“

Kreisschulderzernt Marcel Riethig weist die Kritik der um das Eichsfeldgymnasium (EGD) bangenden Duderstädter Philologenverbandsvertreter an der Schulentwicklung im Landkreis Göttingen zurück. Auch Sigrid Jacobi, schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, tritt Befürchtungen entgegen, dass der Bestand des EGD gefährdet sei. Allerdings teilt sie die Kritik der Philologen an der geplanten Novellierung des Landesschulgesetzes.

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Kreisschulderzernt Marcel Riethig weist die Kritik der um das Eichsfeldgymnasium (EGD) bangenden Duderstädter Philologenverbandsvertreter an der Schulentwicklung im Landkreis Göttingen zurück.

Quelle: Hinzmann

Duderstadt. Sowohl Landrat Bernhard Reuter (SPD) als auch der Schulausschuss hätten einen klaren Bestandsschutz für die Gymnasien abgegeben, sagt Riethig. Gleichzeitig gebe es ein klares Bekenntnis zur Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen und eine Absage zur Umwandlung in einer Integrative Gesamtschule (IGS).

Die Schulpolitik des Kreises ziele darauf ab, KGS und Gymnasium gleichwertig und gleichberechtigt zu behandeln. Der Schulausschuss wünsche ausdrücklich eine gute Kooperation beider Schulen, betont Riehtig. Er habe bereits den gemeinsamens konstruktives Gespräch mit beiden Schuleitern geführt:

„Nun müssen Taten her statt Schwarzmalerei oder falscher Hoffnungen auf eine eigene Oberstufe.“ Die vom Philologenverband angestoßene Debatte läuft laut Riehtig in „eine ungute Richtung“. KGS und EGD würden in eine Ecke manövriert, die beiden Schulen nicht helfe.

„Das Eichsfeldgymnasium ist nicht in Gefahr“, meint auch Jacobi und bestätigt die Ablehnung einer „nicht zukunftsfähigen gymnasialen Oberstufe an der KGS, die die Schülerzahlen nicht hergeben“. Es bestehe Konsens im Schulausschuss, an der austarierten Schullandschaft im Eichsfeld nicht zu rütteln: „Wir wollen die vorhande Vielfalt im Eichsfeld erhalten, der Elternwille hat Priorität.“

Die Ängste um die Existenz des EGD seien ernstzunehmen, aber unbegründet, meint die stellvertretende Schulausschussvorsitzende: „Wir haben im Eichsfeld eine starke Elternschaft und eine starke CDU, die sich fürs Gymnasium und die Realschule stark machen.“

Als Problem betrachtet Jacobi aber das neue Landesschulgesetz, das die „Aushöhlung des Gymnasiums von innen“ bewirke. Die CDU-Schulpolitikerin kritisiert, dass Schüler nach der siebten Klasse nicht mehr „abgeschult“, also auf eine andere Schulform verwiesen werden sollen; „Schüler werden mitgeschleppt statt die Chance für einen Neustart zu bekommen.“

Hinzu komme die Inklusion, sagt Jacobi und sorgt sich um die Qualität des Gymnasiums. Auch die geplante Abschaffung der Gymnasiallehrerausbildung sei ein Schritt in die falsche Richtung und schwäche das Gymnasium. In zwei Informationsveranstaltungen will die CDU mit den Bürgern weiter über das Thema diskutieren – im Februar in Göttingen, im März in Gieboldehausen.

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