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Eigenes Windrad in Breitenberg bleibt Wunschtraum

Energieberatung bei Breitenbergs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Meyna Eigenes Windrad in Breitenberg bleibt Wunschtraum

Rechnet sich das noch für uns? Diese Frage stellen sich viele nicht mehr ganz so junge Hauseigentümer, wenn es um Investitionen in die Energieeffizienz geht. Zu ihnen gehört auch Karl-Heinz Meyna. Der 64-jährige Breitenberger hat für sein Haus deshalb einen Energiecheck durchführen lassen.

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Dachboden-Check: Aaron Fraeter, Torsten Knüdel und Hauseigentümer Karl-Heinz Meyna (v.l.).

Quelle: Richter

Breitenberg. Meyna lebt mit seiner Frau und seiner 88-jährigen Mutter in einer geklinkerten Doppelhaushälfte am Ortsrand. Die Kinder sind aus dem Haus, die Ölheizung ist mehr als 30 Jahre alt. Da lag es nahe, das Angebot der Energieagentur Region Göttingen in Anspruch zu nehmen, sich ausführlich beraten zu lassen.

 Gemeinsam mit Gebäudeenergieberater Torsten Knüdel nahmen die Energieagentur-Mitarbeiter Aaron Fraeter und Ingo Geestmann  zwei Stunden lang das Haus des Breitenbergers vom Keller bis zur Traufe, von der Heizung bis zur Dämmung unter die Lupe. Ihr Fazit: Durch kleinere Stellschrauben sind mehr als zehn Prozent Sparpotenzial möglich, als großer Wurf ist aber auch der Einbau einer Pelettheizung mit Pufferspeicher, kombininierbar mit einer Solaranlage, denkbar. Von einer anderen Überlegung Meynas wird hingegen abgeraten. Als Ortsbürgermeister des Berg- und Windmühlendorfes hat Meyna ein Faible für Windenergie und denkt über ein kleines Windrad im Garten nach. Das sei bei Ausiedlerhöfen kein Problem, in Wohngebieten kaum genehmigungsfähig, raten die Energieexperten ab. Schon wegen Wärmepumpen gebe es häufig Nachbarschaftsstreit.

Meyna hat sein 1951 errichtetes Massivhaus 1981 modernisiert und um einen Anbau erweitert. „Damals mangelte es noch an einer unabhängigen Energieberatung“, sagt er: „Es gab nur die Großkonzerne.“ Die zentrale Ölofenheizung wurde durch einen Feststoff-Brennkessel und einen Gußheizkessel mit Ölbrenner für niedrige Vorlauftemperaturen ersetzt. Letzterer heizt heute noch die rund 150 Quadratmeter Wohnfläche, vor drei Jahren kam ein Kaminofen im Wohnzimmer hinzu. Im Bad sorgt eine Fußbodenheizung dafür, dass sich Meynas fünf Enkel wohlfühlen, ansonsten gibt es Heizkörper. Von außen hält Poroton-Dämmung mit Klinkerschutz die Wärme im Haus, von innen Rigips mit Styropor. Die Werkseinstellungen der Heizungsanlage sind bei Meyna bereits individualiert, am soliden Gußkessel hat Knüdel nichts auszusetzen, macht aber Verbesserungsvorschläge wie Effizienz- statt Stufenpumpen und Eindämmung von Rohrleitungsverlusten. Die einzige Möglichkeit, die verklinkerte Gebäudehülle noch zu optimieren, sei das Einbringen einer Kerndämmung, meint der Gebäudeenergieberater, während er die Luftschicht hinter den Klinkern misst.  Angetan ist Knüdel vom „Harzer Dach“: Die eingeschalte Dachfläche sei „unkaputtbar“. Energietechnisch spielt das nicht ausgebaute Dachgeschoss allerdings keine Rolle. Die Geschossdecke ist gedämmt und schließt den Thermohaushalt des Gebäudes ab.

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