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Ein Leuchtturm an ungeteilter Lebensfreude

Pokalwettkampf im Gerätturnen Ein Leuchtturm an ungeteilter Lebensfreude

300 Turner, dazu 200 Zuschauer - mindestens. Die Stimmung in der IGS-Halle ist am Siedepunkt. Pokal-Wettkämpfe im Gerätturnen sollen zu den Höhepunkten eines jeden Turnfests zählen. Diesem Ruf wird der Mehrkampf gerecht.

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Geturnt wird am Boden, Reck, Pauschenpferd, Barren, Stufenbarren, an den Ringen, auf dem Schwebebalken sowie beim Sprung.

Quelle: HS

Göttingen. Geturnt wird am Boden, Reck, Pauschenpferd, Barren, Stufenbarren, an den Ringen, auf dem Schwebebalken sowie beim Sprung. Den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Als Faustregel gilt: Im Zweifel einfach dorthin blicken, wo am lautesten geklatscht wird. Das ist in der Regel dort der Fall, wo einer der älteren Teilnehmer sein Können zum Besten gibt.

"Das sind die heimlichen Stars", weiß Franz Schadewald vom MTV Wittmund, mit 55 Jahren noch fit wie der sprichwörtliche Turnschuh, aber ein Jungspund im Vergleich zum ältesten Teilnehmer, der es auf sagenhafte 84 Lenze bringt. "Fahrradfahren verlernt man eben nicht", hat Turnfest-Veteran Reinhard Wolpers (56) vom VfL Stade eine Erklärung parat, warum viele Aktive im Seniorenalter neben der beneidenswerten Statur auch noch über höchst eindrucksvolle turnerische Fertigkeiten verfügen.

Das harmonische Gesamtbild dieses Wettkampfs mit 80 Männern und 220 Frauen im Alter von sechs bis 84 wird dadurch abgerundet, dass im Anschluss an einen Athleten gesetzteren Alters häufig junge Turner auf der Matte stehen. Beispielsweise die 14-jährige Emma vom MTV Braunschweig. "Vor so vielen Zuschauern bin ich noch nie angetreten. Das ist aber toll und macht so ein Turnfest aus. Die älteren Teilnehmer sind mit ihren Leistungen echte Vorbilder für uns", sagt sie. 

Lokalmatador Klaus Kunze vom Tuspo Weende ist eins dieser Vorbilder. Der dreifache Altersklassen-Landesmeister und Achte der Deutschen Senioren-Meisterschaft aus Uslar schwärmt von der Atmosphäre: "Ich hoffe, wir können ein Beispiel an lebensbejahender und leistungsorientierter Haltung geben. In der Welt herrscht viel Elend, aber in diesem Mikrokosmos ist sie noch in Ordnung. Das ist ein Leuchtturm ungeteilter Lebensfreude." Damit trifft es der 62-Jährige auf den Punkt.

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