Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Eine Arche für Kinder in Not

Waisenhaus in Indien Eine Arche für Kinder in Not

Ein Heim für 90 Waisen und Kinder aus sozialschwachen Familien hat der Verein „Die indische Kinderarche“ im Südosten des Subkontinents errichtet. Die Patenschaft für drei Kinder hat Familie Haupt aus Duderstadt übernommen. Ein Neffe gehört dem Vorstand des Vereins an, der seit 2001 besteht.

Voriger Artikel
Gärtnerhof Landolfshausen bietet solidarische Landwirtschaft
Nächster Artikel
200 Gäste feiern Büttenabende in Mingerode
Quelle: Screenshot

Duderstadt. Vor 15 Jahren gründete das indische Ehepaar Paul und Annie Babu in der 500 000-Einwohner-Stadt Rajahmundry im Bundesstaat Andhra Pradesh ein christlich geführtes Heim. Sie begannen mit 15 Kinder in angemieteten Räumen. „Paul Babu, Sohn eines evangelischen Missionars, hatte zuvor in den USA in der IT-Branche gearbeitet“, erzählt Bernd Haupt (62). Die Einrichtung wuchs. 2003 betreute sie bereits 60 Kinder.

Die Idee eines eigenen Gebäudes kam auf. Der deutsche Verein sammelte 40 000 Euro, für die Babu 2006 im Ort Kesavaram, 20 Kilometer außerhalb von Rajahmundry, ein 6400 Quadratmeter großes Grundstück erwarb. Es diente zu diesem Zeitpunkt noch als Reisfeld. „Reis ist das Hauptnahrungsmittel der Menschen. Sie essen es morgens, mittags und abends“, weißt Ute Haupt (57), die 2010 gemeinsam mit ihrem Mann das Heim besuchte.

Der Beginn der Bauarbeiten zog sich dann allerdings sieben Jahre hin. 2012 wurde das Grundstück auf das Niveau der vorbeiführenden Straße aufgeschüttet. Es kam zu weiteren Verzögerungen. Der Verein lernte die indische Bürokratie kennen. Aufgrund eines Bauskandals gab es wochenlang keinen Sand zu kaufen. Während einer extremen Hitzewelle war es nur nachts möglich zu arbeiten.

Im vergangenen Jahr bezogen die 90 Kinder das fertige Gebäude, dessen Errichtung weitere 150000 Euro gekostet hat. „Das Geld brachte der deutsche Verein auf, dessen Freundeskreis auf 120 Personen angewachsen ist“, berichtet Haupt.
Zwischenzeitlich haben die ersten Heimbewohner Schule und Ausbildung beendet. „Sie arbeiten nun unter anderem als Krankenschwestern und Näherinnen, als Lehrer und Bankangestellte“, weiß Haupt. Ohne die Unterstützung im Heim hätten sie das nicht geschafft. Die Armut in Indien sei extrem. Familien lebten am Straßenrand unter Planen.

Von Michael Caspar

www.indienkinder.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter