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Eine Chronologie der Ereignisse im November 1989

„25 Jahre Einheit ohne Grenze“ Eine Chronologie der Ereignisse im November 1989

Auf die Minute genau sind die dramatischen Ereignisse im November 1989 oft nicht mehr zu rekonstruieren. Dennoch haben die Autoren des Buches „Zeit Reise – 25 Jahre Einheit ohne Grenze(n)“ das detaillierte Protokoll der Grenzöffnung vorgelegt; es beginnt am 16. Oktober 1989 mit einem Friedensgebet und endet am 6. Mail 1990 mit den ersten freien Kommunalwahlen in der DDR.

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„Nun sind wir eins.“ Der erste Trabant passiert am 10. November 1989 um 0.35 Uhr die offene Grenze bei Duderstadt.

Quelle: EF

Eichsfeld/Göttingen. Genau dokumentieren konnten die Autoren die historischen Höhepunkte:

Donnerstag, 9. November 1989

  • 18.10 Uhr: Rund um die Kirche in Leinefelde versammeln sich die Eichsfelder zu einem Abendgottesdienst mit Lichterprozession. 18.45 Uhr: Bei der Pressekonferenz in Ostberlin beantwortete  ZK-Sekretär Günter Schabowski die Frage eines Boulevardreporters nach Inkrafttreten der Reisefreiheit: „Das tritt nach meiner Kenntnis .. ist das sofort ... unverzüglich.“
  • 19.17 Uhr: Einschub des Schabowski-Zitats bei den heute-Nachrichten des ZDF. 19.45 Uhr: Leinefelder Lichterprozession erreicht den Zentralen Platz. Die Mehrheit der Teilnehmer hält die sich auf dem Platz verbreitende Nachricht der geöffneten Grenze für ein Gerücht.
  • 21 Uhr:  Den Grenzstellen wird mitgeteilt, dass die DDR-Bürger sich erst am nächsten Tag Reiseerlaubnisscheine holen dürfen.
  • 21.30 Uhr:  Wartburgs und Trabis stauen sich am Grenzübergang Teistungen weit bis ins Hinterland.
  • 21.40 Uhr: Der Göttinger CDU-Politiker Hartwig Fischer überquert die Grenze und fragt die DDR-Offiziellen nach der Öffnung. Keine Antwort.
  • 21.53 Uhr: Als ersten Übergang öffnet die DDR die Autobahn-Kontrollstelle Helmstedt / Marienborn.
  • 22.50 Uhr: Franz Jaworski, Vorsitzender des Rates des Kreises Worbis, verkündet: „Die Grenzen sind offen.“

Freitag, 10. November

  • Null Uhr: Duderstädter Bürger versammeln sich an der Grenze. Die Spannung steigt.
  • 0.30 Uhr: Fotojournalist Bernd Beuermann hört mit, als das „Rote Telefon“ beim BGS (Direktverbindung zu den Grenztruppen der DDR) klingelt: „Mit erhöhter Reisetätigkeit ist zu rechnen.“
  • 00.35 Uhr: Das erste Auto aus der DDR – ein Trabant – passiert die weiße Grenzlinie in Gerblingerode. Jubel, Foto-Blitze. Der Fahrer springt aus dem Wagen, reißt die Hände hoch: „Nun sind wir eins!“

Wie viele Menschen und Fahrzeuge überquerten in jener Nacht die Grenze bei Duderstadt? Warum blieben die Mig-Abfangjäger der Sowjets am Boden, als über der Grenze ein Zivil-Helikopter aus Göttingen auftauchte? Wo ließ die Deutsche Welle mit Korrespondenten aus 15 Ländern das Jahr 1989 ausklingen?

Von Andreas Stephainski

„Zeit Reise – 25 Jahre Einheit ohne Grenze(n)“ hat die Antworten. Das Buch ist beim Göttinger / Eichsfelder Tageblatt sowie im GT-Onlineshop und im Buchhandel erhältlich: 148 Seiten, durchgängig farbig, Hardcover, Fadenbindung, 19,50 Euro, ISBN 978-3-944480-01-5.
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