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Einhelliges Lob für Resolution gegen Rechts

Appell an Duderstädter Einhelliges Lob für Resolution gegen Rechts

Quer durch die Fraktionen hat die Resolution gegen Rechts, die der Rat der Stadt Duderstadt am Donnerstag verabschiedet hat, Zustimmung gefunden. Darin hatte sich der Rat der Stadt für Toleranz und gegen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit ausgesprochen.

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Rat der Stadt Duderstadt wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema „Rechtsextremismus in Duderstadt“ beschäftigen.

Quelle: Archiv

Duderstadt. Hans-Helmut Herbold, der für die Gruppe CDU/FDP sprach, berichtete von einer  „Schockstarre“, die eingesetzt sei, nachdem Bürgermeister Wolfgang Nolte vor rund zwei Monaten von der ersten Kundgebung des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ berichtet habe. Inzwischen habe sich diese gelöst. „CDU und FDP als Gruppe stehen absolut gegen diese Veranstaltung“, fand er deutliche Worte. „Wir bedauern es, dass unsere Stadt von diesen Menschen besucht wird.“ Herbold appellierte an die Duderstädter, sich von den Veranstaltungen des „Freundeskreises“ fernzuhalten.
Für die SPD lobte Doris Glahn, die Resolution lasse „keinen Zweifel, dass wir demokratischen Parteien im Stadtrat Rechtsextremismus verurteilen“. Sie betonte, wie wichtig es sei, Gesicht zu zeigen und damit den Protest des „Bündnisses gegen Rechts“ zu unterstützen. „Wir können nicht schweigen,  während andere rechte Parolen schreien.“ Die Resolution sei nicht etwa eine einmalige Willenserklärung, „sie soll weiterwirken“ und dazu beitragen, dem Alltagsrassismus entgegenzutreten.
 Lothar Dinges (Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger) berichtete aus dem Verwaltungsausschuss, in dem verschiedene Ideen zu einem Beschlussvorschlag zusammengefasst wurden: „Ich habe selten erlebt, dass so einmütig zu Tage getreten ist, wie Menschen denken und fühlen.“ Das, was er im Verwaltungsausschuss erlebt habe, sei kongruent mit dem, was er täglich in Gesprächen erfahre. „Ich bin motiviert, aktiv dafür einzutreten, dass das aufhört“, sagte er und bezog sich auf die Aktivitäten des „Freundeskreises“.  Die Verabschiedung der Resolution im Stadtrat sei für ihn eine „Sternstunde“ gewesen.
Lothar Koch, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Duderstadt und CDU-Landtagsabgeordneter, erinnerte an die Gedenkfeier am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Buchenwald. Die Resolution füge sich nahtlos ein in eine Mahn- und Erinnerungskultur wie sie gerade am Mittwoch geprägt worden sei.
Für Bündnis 90 / Die Grünen machte Hans Georg Schwedhelm deutlich, wie wichtig das einstimmige Ergebnis gewesen sei. „Es wäre ein Trauerspiel gewesen, wenn wir heute keinen einstimmigen Beschluss gefasst hätten“, sagte er. Er plädierte für Aufklärung über die Veranstaltungen des „Freundeskreises“: Die Alternative für Deutschland (AfD) – ein Mitglied der Jugendorganisation der AfD hatte einige der Veranstaltungen angemeldet – trete als bürgerliche, demokratische Partei auf. „Das ist nur ein Teil der Wahrheit“ sagte Schwedhelm. „Der andere ist, dass dort richtig stramme NPD-Funktionäre auftreten“, bezog er sich auf die Veranstaltungen des „Freundeskreises“.
Schwedhelm regte an, Kontakt zu den Bürgermeistern und Verwaltungen in Northeim, Lindau und Heiligenstadt herzustellen, um möglicherweise eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Er halte dies für einen Teil der Solidarität. „Als Ausfluss dieser Resolution wäre das ein tolles Ergebnis“, sagte er.

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©Richter