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Einzelhandelskonzept für Duderstadt

Vorstellung Einzelhandelskonzept für Duderstadt

Zehn Jahre nach der letzten Untersuchung hat am Dienstag eine Beraterfirma ein Einzelhandelskonzept für Duderstadt vorgestellt. Im Rathaus informierten sie Rat, Geschäftsleute und Anwohner. Neue Voraussetzungen wie die „Feilenfabrik“ hätten zu einer neuen Grundlage für eine Bestandsaufnahme geführt.

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Martin Kremming (links) stellt das Einzelhandelskonzept vor.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Wo steht Duderstadt? Wo sind unsere Stärken und unsere Schwächen?“, fragte Wolfgang Nolte (CDU). „Ich erwarte eine klare und schonungslose Analyse“, sagte der Bürgermeister. Grundsätzlich stehe Duderstadt gut da, konnte Martin Kremming von der Beraterfirma „Cima“ mit Zahlen belegen: 65 429 Einwohner zähle das Marktgebiet in Duderstadt, das sich aus der Stadt, dem direkten und dem erweiterten Umfeld zusammensetze. Dies ergebe rechnerisch ein Nachfragepotenzial von rund 352 Millionen Euro. Zwar sei die Anzahl der Betriebe in den vergangenen zehn Jahren von 243 auf 209 gesunken. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Verkaufsfläche jedoch um rund 5 000 Quadratmeter.

Kremming und David Kamin teilten für ihre Untersuchung in die zentralen Versorgungsbereiche Innenstadt als Schwerpunkt und „Feilenfabrik“, inklusive Bahnhofs-Areal, als Ergänzung auf. „Ein Einzelhandelskonzept eröffnet den Blick auf den Einzelhandel aus kommunaler Perspektive, nicht aus der Perspektive des einzelnen Betriebes“, erklärte Kremming. „Dass der Sprung der Zentralität von 106,7 auf 122 mit der ‚Feilenfabrik‘ gelungen ist“, sagte der Projektleiter, „ist nicht ganz selbstverständlich und ziemlich positiv.“ Zentralität stellt eine Kennzahl dar, die die Anziehungskraft einer Stadt misst, ein Wert über 100 gilt dabei als zugkräftig.

Vor allem die Lage Duderstadts sei positiv: mit großem Einzugsgebiet, aber genügend Abstand zum Oberzentrum Göttingen. Im Einzelhandelskonzept präsentiert Cima Empfehlungen für mögliche weitere Standorte bestimmter Dienstleistungen oder Einzelhandelsbetriebe. Eine offene Diskussion wünschte sich auch Nolte.

„Wir waren nicht glücklich mit der ‚Feilenfabrik‘“, so der Bürgermeister, „aber sie ist ein guter Kompromiss.“ Zwischen „Kofferraum vollmachen in der Feilenfabrik“ und dem „Erlebniseinkaufen in der Innenstadt“ müsse eine bessere Verbindung angestrengt werden, forderte Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU). Zudem mahnte er, eine Ortsumgehung könne den Verkehr – und damit mögliche Kunden – zu schnell an Duderstadt vorbei leiten.

Von Gunnar Müller

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