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„Einzigartige Musik“ mit „Echoes“ beim Duderstädter Kultursommer

Pink-Floyd-Coverband im Tageblatt-Interview „Einzigartige Musik“ mit „Echoes“ beim Duderstädter Kultursommer

Eine der Großveranstaltungen im diesjährigen LNS-Kultursommer soll der Auftritt der Pink-Floyd-Coverband „Echoes“ sein. Im Vorfeld des Konzertes am Sonnabend, 20. Juni, um 20 Uhr im Stadtpark sprach Nadine Eckermann mit Steffen Maier, dem Schlagzeuger der Band.

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„Das Visuelle ist ein wesentlicher Bestandteil“: Auf der Echoes-Bühne gibt es eine rund Videoleinwand.

Quelle: EF

Pink Floyd gelten als eine der unerreichten Größen der Rockmusik. Sie zu covern stellt vor besondere Herausforderungen. Was macht den Reiz aus?
Diese Musik ist einzigartig, ästhetisch, tiefgründig, ausufernd, atmend, fragil und bombastisch zugleich. Die Inhalte der Lyrics sind von geradezu beängstigender Aktualität. Zudem waren Pink Floyd in Sachen neue Sounds und Aufnahmetechniken ungeheuer kreativ, ja fast schon revolutionär. Dazu kamen die gigantischen Live-Shows, die einen bis heute gültigen Maßstab in Sachen Bühnentechnik gesetzt haben. Wir gehen da mit sehr viel Akribie und Respekt – ja fast schon Demut – an die Sache ran. Es ist nicht nur die Technik und das handwerkliche Können, auf das es ankommt. Fast noch wichtiger ist, dass man als Band die Emotionen von Pink Floyd transportiert, sich immer wieder mental und emotional völlig darauf einlässt.

 
Bei den rund 300 Konzerten und Festivals, die Sie gespielt haben, sind Sie mit Musikern aufgetreten, die ähnlich große Namen haben wie Pink Floyd. Welche Erinnerungen teilen Sie mit welchen Musikern?
Wenn man mit so großen Namen zusammenspielt, dann passiert das ja meistens in besonderen Locations. Besonders schön war es zum Beispiel auf der spektakulären Loreley-Freilichtbühne, wo ich als Teenager schon selbst Konzerte im Publikum mitverfolgt habe. Wenn man dann dort mit Asia, dem leider verstorbenen Joe Cocker oder Jethro Tull auf der Bühne steht, ist das schon eine tolle Sache. Direkten Kontakt mit den Stars gibt es allerdings selten.

 
Die Alben Pink Floyds reichen von drogendurchtränktem Psychedelic Rock bis hin zu einer Mischung aus Art-Rock, Blues, Jazz und Neuer Musik. Sie bewegen sich zwischen Kunstmusik und kommerziellen Hits. Aus welcher Pink-Floyd-Ära werden die Stücke stammen, die in Duderstadt zu hören sein werden?
Die Bezeichnung „Best Of“ trifft es wohl ziemlich genau. Wir haben ein Programm zusammengestellt, welches sowohl den eingefleischten Pink-Floyd-Fan mit kompletter Plattensammlung, aber auch denjenigen, der vielleicht nur die größten Hits aus dem Radio kennt, begeistern dürfte. Dazu kommen immer ein paar Überraschungen und seltene Perlen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Schaffensphase der 70er-Jahre, die ja mit den Mega-Alben „Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und „The Wall“ auch die erfolgreichste für Pink Floyd war. Ab und an streuen wir ein paar Sachen aus der psychedelischen Frühphase mit ein, wobei das stellenweise schon ziemlich harte und gewöhnungsbedürftige Kost ist, bei der auch innerhalb der Band die Meinungen teils deutlich auseinander gehen. Ansonsten spannen wir den Bogen aber bis zur Post-Waters-Ära.

 
Spricht damit ein „Echoes“-Konzert auch eine Zielgruppe an, die keine eigenen Erinnerungen an die Zeiten der Original-Band hat?
Ja, definitiv. Zum einen ist diese Musik ja nach wie vor im Radio, TV und auf diversen Internet-Plattformen zu finden, zum anderen berufen sich viele aktuell angesagte Bands auf Pink Floyd. Dadurch entdecken auch jüngere Leute immer wieder diese Band. „Dark Side Of The Moon“ hat beispielsweise immer noch unglaubliche Verkaufszahlen – mehr als 40 Jahre, nachdem es eingespielt wurde. Die Musik ist einfach zeitlos und nach wie vor sowohl musikalisch als auch inhaltlich relevant. Das sehen wir auch am Publikum. Zwar ist dort die Ü40-Fraktion klar in der Mehrheit, aber es sind auch immer erstaunlich viele junge Leute da, teils sogar mit ihren Eltern zusammen.

 
Dem Vorbild des Originals entsprechend setzen Sie bei Ihren Auftritten ebenfalls eine opulente Show mit Lichteffekten und Videoprojektionen ein. Wird es diese Elemente auch in Duderstadt geben, wo der Auftritt open air im Stadtpark geplant ist?
Ja, auch in Duderstadt wird es einige Elemente der Originalshows geben. Das Visuelle ist ja ein ganz wesentlicher Bestandteil von Pink-Floyd-Konzerten gewesen. Das setzen wir ebenfalls um, zum Beispiel in Form von Videos, die auf einer runden Leinwand im Hintergrund laufen. Auch haben wir immer einen eigenen Lichttechniker dabei, der das Programm genauso gut kennen muss wie die Band. Natürlich passiert das alles in einem deutlich kleineren Maßstab als beim Original, denn das könnte keiner bezahlen. Aber es ist schon deutlich mehr, als es bei anderen Tribute-Produktionen der Fall ist.

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©Richter