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Eisenbahn-Geschichte in Schaukästen

Info-Riesen am ehemaligen Duderstädter Bahnhof mit historischen Informationen bestückt Eisenbahn-Geschichte in Schaukästen

Zu einem Eisenbahn-Freilichtmuseum hat sich der ehemalige Duderstädter Bahnhof gemausert. Die beiden sogenannten Info-Riesen am ehemaligen Duderstädter Bahnhof hat Ortsheimatpfleger Herbert Pfeiffer jetzt mit historischen Dokumenten bestückt.

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Schienen-Nostalgie am ehemaligen Duderstädter Bahnhof: Die „Lepper-Männchen“ sind ein Baustein des Freilichtmuseums.

Quelle: EF

Duderstadt. Eigentümer des Areals ist Ottobock-Chef Hans Georg Näder, der dort Erinnerungen an die Eisenbahngeschichte in Szene gesetzt hat.

Nach Schienenbus, Speisewagen, Signal und Bahnsteigüberdachung mit gusseisernen Säulen holte Näder im vergangenen Jahr zwei weitere Eisenbahn-Exponate nach Duderstadt: Mit den bis zu vier Meter hohen Aluminiumfiguren hatte die Deutsche Bahn 1994 eine Image-Kampagne gestartet.

In Duderstadt wurden keine Info-Riesen installiert. Als der damals für die Personenbahnhöfe zuständige Martin Lepper die Image-Kampagne startete, war der Personenverkehr hier bereits eingestellt.

Die beiden Figuren mit Gebrauchsspuren, die Näder von einem Eisenbahnverein in Sachsen erworben hat, haben jetzt aber regionalen Bezug bekommen. Modellbauer und  Eisenbahn-Experte Pfeiffer hat ihre Schaukästen, in denen alte Fahrpläne Hoyerswerda als letzten Standort  auswiesen, mit Aushängen aus der Duderstädter Eisenbahnhistorie versehen.

Dazu gehören die „Landespolizeiliche Abnahme der Eisenbahn Wulften-Duderstadt“ und der dazugehörige Fahrplan von 1889 mit Haltepunkten in Westerode, Rollshausen, Gieboldehausen und Bilshausen.

Migrations- und Eisenbahngeschichte verbindet ein weiteres Schaustück, das Pfeiffer aufgetrieben hat: Die Bekanntmachung des königlichen Eisenbahn-Betriebsamtes über im April 1889 eingesetzte Sonderzüge zur „Beförderung der in Richtung nach Hannover auswandernden Eichsfelder“. Diese Züge verfügten nur über Waggons der vierten Klasse.

Auch ein Zeitungartikel von 1897 aus dem Stadtarchiv war Pfeiffer eine Randnotiz wert. Darin verweist die Eisenbahn-Direktion darauf, dass Sonntags-Rückfahrtkaren „nur noch von größeren Städen nach den durch Naturschönheiten ausgezeichneten und zur Erholung in frischer Luft geeigneten Orten eingeführt werden dürfen“.

Diese Voraussetzungen würden für die Stadt Duderstadt nicht zutreffen, hieß es. Der Antrag aus Duderstadt auf die Einführung von Sonntags-Rückfahrkarten wurde deshalb abgelehnt.  

Von Kuno Mahnkopf

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