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Elternbefragung zur Zukunft der Grundschulen in Gieboldehausen

Benachteiligung kleinerer Grundschulen befürchtet Elternbefragung zur Zukunft der Grundschulen in Gieboldehausen

Die Befragung zur Zukunft der Grundschulen in der Samtgemeinde Gieboldehausen und den Erwartungen der Eltern ist abgeschlossen und wird jetzt ausgewertet. Nicht beteiligt haben sich Eltern der Kindergarten- und Schulkinder, die in Obernfeld zur Schule gehen oder die Grundschule besuchen werden.

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Gieboldehausen. Sie monieren, dass die Umfrage im Endeffekt zu einer Benachteiligung der kleineren Grundschulen führe, und bangen um den Schulstandort Obernfeld. Ihren Unmut haben sie in einem Brief an die Samtgemeinde gebündelt.

Deren Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) ist hochzufrieden, dass 328 von 728 verteilten Fragebögen ausgefüllt wurden: „Das entspricht einem Rücklauf von 45 Prozent, ist für eine Umfrage phänomenal und zeigt, dass die Eltern sich einbringen wollen.“

Auch die Ringschule Bodensee/Krebeck habe sich beteiligt. Sie gehört ebenso wie Obernfeld zu den beiden kleineren der fünf Grundschulen in der Samtgemeinde. Allerdings kritisierte Elternratsvorsitzende Marina Heine-Jandt den Fragebogen als „tendenziös“. Sie befragte die Eltern zusätzlich selbst. Ergebnis: Die überwältigende Mehrheit der Eltern sprach sich für den Erhalt der Schule aus.

Die Obernfelder Schule wird zurzeit von 70 Schülern aus Obernfeld, Rollshausen und Germershausen besucht. Wie Elternratsvorstizende Heidrun Müller-Buss kritisiert auch Schulleiterin Daniela Murra, dass die Befragung verdeckt auf Standorte und deren mögliche Schließung abziele.

„Ausgezeichnete Ruf der Schule“

In ihrem Protestbrief bemängeln die Eltern das Fehlen von Hintergrundinformationen etwa zur Nachmittagsbetreuung und weisen auf die nicht berücksichtigten Vorzüge ihrer Schule hin, die bei einer Inspektion als eine der besten Schulen im Raum Göttingen abgeschnitten habe. Die Befragung vermittele den Eindruck, dass einzelne Schulstandorte diskriminiert und größere Schulstandorte bevorteilt werden sollten.

Die vom Förderverein organisierte Betreuung sei die bessere Alternative und biete mehr Vorteile als eine Ganztagsschule. Auch auf den baulichen Zustand des Schulgebäudes gehen die Eltern ein: „Es kann nicht sein, dass einige Schulgebäude in der Samtgemeinde saniert wurden, während für andere – so auch unsere – keine Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

In ihrer Antwort an die Obernfelder Elternvertreter weist Dornieden die Vorwürfe zurück. „Momentan steht kein Standort zur Disposition. Dennoch ist die Samtgemeinde als Schulträger auch verpflichtet, die demografischen Veränderungen wahrzunehmen und deren mögliche Auswirkungen auf die Zukunft zu überdenken.“ Der Fragebogen könne nicht alle Punkte enthalten, die Einzelnen wichtig seien.

Das Ergebnis solle den politischen Gremien als Diskussionsgrundlage dienen. Der „ausgezeichnete Ruf der Schule“ werde nicht angezweifelt, sagt Dornieden, erlaubt sich aber den Hinweis, dass unter Umständen ein größeres Kollegium eine breitere Fächervielfalt vorhalten könne. Und betont, dass erst 2013 das Dach des Schulgebäudes gedämmt wurde. Zudem sei eine Fluchttreppe gebaut worden und weitere Unterhaltungsmaßnahmen geplant.

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©Richter