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Endspurt am Max-Näder-Haus in Duderstadt

Anbau mit Aluminiumblechen verkleidet Endspurt am Max-Näder-Haus in Duderstadt

Ein architektonischer Blickfang entsteht am Duderstädter Hindenburgring. Am skulpturalen Anbau an das Elternhaus von Ottobock-Chef Hans Georg Näder ist am Dienstag das Gerüst abgebaut worden und gibt den Blick auf die bronzefarbenen Aluminiumbleche frei, die den Neubau mit Tiefgarage verkleiden.

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Vom selben Architekten entworfen wie das Schützenmuseum: Anbau im Hindenburgring.

Quelle: Mahnkopf

Duderstadt. Die Hektik auf der Baustelle ist groß, der Zeitdruck enorm. Das Max-Näder-Haus soll am 24. Juni offiziell eröffnet werden – zum 100. Geburtstag des 2009 verstorbenen Ottobock-Seniorchefs. Auch der Garten ist zur Baustelle geworden, dort parken in dichter Reihe Firmenfahrzeuge. Der Altbau ist weitgehend in seiner ursprünglichen Form saniert und neu verputzt worden. Der Dachstuhl wurde komplett erneuert, im Dachgeschoss wurden Gauben eingebaut.

Neue Akzente setzt der futuristisch anmutende Anbau aus Beton, Stahlträgern, Glas und kristalliner Hülle aus Alublechen – ein Spiel der Formen mit vielen Schrägen und Blickwinkeln. Die Pläne stammen vom Architekten Rolf Gnädinger, der auch das Ottobock-Science-Center in Berlin und das Duderstädter Schützenmuseum entworfen hat. Im Vergleich zum goldenen Museumsdiamanten am Westerturmensemble wirken die bronzefarbenen Aluminiumbleche zurückhaltend – im Eingangsbereich dunkel, ansonsten hell. Um die Verbindung der Gebäudeteile optisch zu untermauern, ziehen sich die Aluminiumbleche durch bis zum Souterrain des Altbaus. Die Farbgebung sei eine Spezialmischung des Architekten, berichtet Projektleiter Bernd Kemmerling. Der große Saal im Anbau werde vorerst noch nicht ausgebaut, am Nutzungskonzept werde noch gefeilt. Rund fünf Millionen Euro investiert Näder in das Projekt am Hindenburgring, wo er seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Die Gewerke werden von Eichsfelder Firmen ausgeführt. Im Altbau bleibt das Arbeitszimmer von Max Näder authentisch erhalten, für das Foyer des Neubaus konzipiert die Berliner Agentur FTWild eine Ausstellung zur Firmengeschichte. Außerdem wird das Max-Näder-Haus nach dem Umbau das Firmen- und Familienarchiv sowie das Family-Office beherbergen, das Dachgeschoss bleibt Wohnraum.

Von Kuno Mahnkopf

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