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Entscheidung gegen den Trend

Duderstadt Entscheidung gegen den Trend

Das Krankenhaus St. Martini erhält 14 zusätzliche Planbetten für die Bereiche Innere Medizin und Chirurgie. Das Niedersächsische Sozialministerium folgte mit seiner Entscheidung einer Empfehlung des Krankenhausplanungsausschusses.

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Quelle: r/Archiv

Duderstadt. Die Entscheidung, durch die das Haus künftig über 140 Planbetten verfüge, sei „absolut gegen den Trend“ in Deutschland, wo tausende Betten in den vergangenen Jahren abgebaut worden seien, weiter abgebaut würden und immer mehr Krankenhäuser verschwänden, sagte Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Für eine Erhöhung der Bettenzahl müssten „harte Kriterien“ erfüllt seien.

Überdurchschnittliche Auslastung

Die Auslastung von St. Martini sei zu 98 Prozent deutlich über dem hierzulande durchschnittlichen Wert von 85 Prozent. Die Höhe der Auslastung habe „sicherlich auch damit zu tun, dass wir uns in den vergangenen Jahren verändert haben, dass sich die Region verändert“, betonte Kohlstedde, der in diesem Zusammenhang die Erweiterung des Leistungsspektrums um die Geriatrie erwähnte. Die Entscheidungsträger in Hannover hätten auch gesehen, dass das Haus „strukturrelevant für die Region“ sei, so Kohlstedde, der das Engagement des Landtagsabgeordneten Lothar Koch und von Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (beide CDU) hervorhob.

„Ich habe es in 25 Jahren selten erlebt, dass sich jemand gegen den Trend überzeugen lässt. Ministerin Cornelia Rundt rechne ich es daher hoch an, dass Sie sich von Anfang an auf Basis stichhaltiger Fakten aufgeschlossen gezeigt und verantwortungsgerecht entschieden hat“, sagte Koch. Grundlage sei die gute Arbeit des St. Martini-Teams. Gute Medizin alleine reiche aber nicht, der Erfolg müsse auch in den Büchern sichtbar sein.

St. Martini schafft beeindruckende Trendwende

Koch verwies darauf, dass St. Martini in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Trendwende geschafft habe. „Ein Haus der Grund- und Regelversorgung, dass inzwischen seit drei Jahren schwarze Zahlen schreibt, ist in Deutschland eher die Ausnahme, als die Regel“, betonte Kohlstedde.

„Eine schönere und wichtigere Botschaft im Advent kann es für die Stadt, die Region und die Menschen, die davon betroffen sind, überhaupt nicht geben“, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Er sprach von einer „Weichenstellung vom Allerfeinsten“ und einer bedeutenden „strukturpolitischen Entscheidung“. art

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