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Entscheidung zu Schulen in 2013

Radolfshausen Standorte Entscheidung zu Schulen in 2013

Bleibt nur eine Schule bestehen oder alle vier? Oder ist der komplette Neubau einer Schule die Lösung für die Zukunft? Darüber wird derzeit in der Samtgemeinde Radolfshausen nachgedacht. Schulentwicklungsplanung heißt der Prozess, angestoßen im Dezember 2011, in dem diese Möglichkeiten diskutiert werden.

Ebergötzen. Nach einer Standortdebatte an der Verbundschule Seeburg-Seulingen hatte der Schulausschuss entschieden, alle Schulen der Samtgemeinde unter die Lupe zu nehmen (Tageblatt berichtete). Über eine langfristige Lösung wird seitdem unter Einbeziehung der Grundschulen in Ebergötzen und Waake diskutiert.

In welche Richtung geht die Debatte, fünf Monate nach ihrem Start? Bürgermeister Wolfgang Wucherpfennig (SPD) zuckt mit den Schultern: „Wir sind noch in einem ganz frühen Stadium.“ Konkreter Beschluss der jüngsten Ausschusssitzung sei eine Bereisung aller Schulen, am 2. Juni machen sich die Ratsmitglieder ein Bild von baulichen Bedingungen und pädagogischen Möglichkeiten. Anschließend wird es eine Elterninformation geben.

So vage Wucherpfennig beim Ziel der Schulentwicklungsplanung bleibt, so klar benennt er den Weg. „Wir stellen das Kindeswohl an erster Stelle. Es wird jetzt nicht über Geld geredet.“ Der Ausschuss solle zunächst „ganz theoretisch“ sagen, wie er sich die Schule der Zukunft vorstelle. Anschließend würden die Möglichkeiten der Samtgemeinde geprüft und schließlich versucht, beides in Einklang zu bringen. Dafür hat die Samtgemeindeverwaltung vorgearbeitet, begleitet den politischen Dreisprung von Wünschen-Prüfen-Umsetzen mit Zahlen, Daten und Fakten. Lagepläne, Grundrisse, Raumprogramme, Kostenübersichten, und Schülerstatistik sind aufbereitet und liegen vor.

Und der Zeitplan? „Wir haben noch Zeit“, die nächsten drei, vier Jahre seien die Schülerzahlen stabil, sagt Wucherpfennig. Auch ein finanzieller Druck, ein Sparzwang aufgrund beantragter Entschuldungshilfen, gebe es nicht: „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit Geld sparsam umgegangen sind.“ Er verlasse sich auf das Wort von Kultusminister Bernd Althusmann (CDU), dass der Bestand von Schulen Entscheidung der Kommunen sei.

Dennoch werde innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre eine Entscheidung fallen. Wucherpfennig setzt auf das Jahr 2013. Im Januar sei die Landtagswahl, danach bestehe Klarheit über die Rahmenbedingungen. Und es sei früh genug, Entscheidungen umzusetzen, bevor die Schülerzahlen nach unten gingen. „Die Zeit bis dahin sollten wir uns aber auch nehmen“, sagt Wucherpfennig mit Blick auf die nächsten Schritte.

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