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Ein Krone und ein doppelter Gerlach

Ergebnis der Wahlen zum Rat der Stadt Duderstadt Ein Krone und ein doppelter Gerlach

19 oder 20? Die Frage nach der Anzahl der Sitze im neuen Rat der Stadt Duderstadt hat am Wahlabend die Vertreter der CDU bewegt. Nach Auszählung aller Wahlbezirke – also um 1.40 Uhr – herrschte Gewissheit: 56 Prozent und damit 19 Mandate entfielen auf die CDU.

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Die Stimmauszählung in Duderstadt

Quelle: HS

Duderstadt. Nicht nur die Christdemokraten warteten und warteten am Wahlabend. Zünglein an der Wage war der Wahlbezirk Mingerode, wo die Auszählung zuletzt abgeschlossen wurde. Als das Ergebnis der Auszählung vorlag, riss einer der CDU-Kommunalpolitiker spontan die Arme in die Höhe: Thorsten Krone hatte es in den Stadtrat geschafft, nachdem er zuvor selbst nicht damit gerechnet hatte, und auch die Zahlen zunächst eine andere Sprache sprachen. „Ein so knappes Ergebnis zeigt, wie wichtig jede einzelne Stimme ist“, sagte er im Anschluss.

CDU mit 19 statt 20 Sitzen

Damit ist die CDU nun mit 19 Sitzen im Rat der Stadt vertreten, nach der Kommunalwahl 2011 waren es 20 gewesen. 56 Prozent der Stimmen entfielen auf die Christdemokraten, 2011 waren es 59,67 gewesen. „Der Rückgang erklärt sich mit dem Bundestrend“, begründete Ehrenbürgermeister und Landtagsabgeordneter Lothar Koch (CDU) das schlechtere Abschneiden. Der Kommunalwahlkampf sei nicht nur solide, sondern „sehr gut“ verlaufen.

FDP verdoppelt Anzahl der Mandate

Einen Sitz mehr als bisher wird die FDP im neuen Rat der Stadt innehaben, nachdem sie ihr Ergebnis von 3,18 Prozent vor fünf Jahren auf 5,37 Prozent steigern konnte. Außer Thomas Linkhorst wird damit auch Thorsten Feike ein Mandat im Rat der Stadt haben. „Das ist genau das, was ich erreichen wollte“, erklärte der Duderstädter am Morgen nach der Wahl. Im Wahlkampf habe die FDP auf den Dialog, auch in den sozialen Netzwerken, gesetzt, und damit gepunktet. „Ich denke, bei den Wählern zwischen 35 und 55 ist das gut angekommen“, sagte Feike.

Zweimal Thomas Gerlach bei der WDB

Nicht neu im Rat, aber mit neuen Vorzeichen vertreten ist Thomas Gerlach. Nach dem Ausschluss aus der SPD vor drei Jahren war er zunächst Ratsherr für die USD, bei dieser Kommunalwahl war er nun für die WDB angetreten – und wurde gewählt: „Mir geht es darum, im Rat die Interessen meines Ortes zu vertreten und nicht um Parteizugehörigkeiten“, sagte der Hilkeröder Gerlach. In der neuen Konstellation wird er einen Namensvetter als Ratskollegen haben, denn auch Thomas Gerlach aus Duderstadt hat es in den Rat geschafft – ebenfalls für die WDB. Die Wählergemeinschaft hat es auf 13,37% gebracht, nach 10,32% vor fünf Jahren, und damit vier Sitze.

„Ziel ist, möglichst Hand in Hand zu arbeiten.“ Jochen Mitschke, Grüne

Jochen Mitschke, selbst neuer Ratsherr für die Grünen, sieht dies in der starken Positionierung beispielsweise in der Frage um die Gestaltung der Fußgängerzone begründet. Für seine Partei hätte er sich ein Mandat mehr gewünscht, sagte er. „Vier wären das Ziel gewesen.“ Die Grünen holten 7,88% der Stimmen nach 8,74% vor fünf Jahre. Nachdem er bisher im Ortsrat tätig gewesen sei, freue er sich nun auf eine konstruktive Arbeit im Stadtrat. „Wir werden keine Einstimmigkeit erzwingen, wenn es keine gibt. Aber das Ziel ist, möglichst Hand in Hand zu arbeiten.“

Schenke verspricht frischen Wind

Mit Enrico Pizzano, Joachim Vetter, Katja Neumann und Jan Rittmeier verändert sich die Mannschaft der SPD ebenfalls. „Wir konnten die Zahl unserer Mandate halten und junge Kandidaten erfolgreich platzieren“, kommentierte Matthias Schenke am Montag. Die SPD brachte es auf 17,39%. Bei der Kommunalwahl 2011 waren es 18,10% gewesen. Nachholbedarf gebe es auf den Dörfern. „Da fehlen uns schlicht die Kandidaten“. Er versprach „frischen Wind“ für den Stadtrat.

Die Ortsräte

Breitenberg hat schwarz gewählt. Allerdings nicht so schwarz wie 2011, als 100 Prozent der Stimmen und alle neun Sitze auf die CDU entfielen. Bei dieser Wahl entschieden sich die Wähler dafür, Katja Neumann (SPD) ein Mandat im Ortsrat zu geben.

CDU: 84,60%

SPD: 15,40%

Wahlbeteiligung: 66,75%

 

Langenhagen

Eine klare CDU-Mehrheit herrscht in Langenhagen. 73,42% und damit beinahe so viele Stimmen wie 2011 (74,11%) entfielen auf die Christdemokraten. Die Grünen verloren leicht (2011: 9,35%), die WDB legte zu (16,54).

CDU: 73,42%

Grüne: 9,18%

WDB: 17,39%

Wahlbeteiligung: 66,07%

 

Desingerode / Esplingerode / Werxhausen

Einen Sitz verloren hat die SPD in Desingerode / Esplingerode / Werxhausen. Somit verbleit Klaus Cornelsen als einziger Sozialdemokrat im Ortsrat.

CDU: 90,47%

SPD: 9,53%

Wahlbeteiligung: 68,50%

 

Duderstadt

Die CDU bleibt stärkste Kraft im Ortsrat, muss aber Verluste hinnehmen. Von 51,97% 2011 sind die Christdemokraten auf 44,07% gefallen. Damit verbleiben acht Sitze, zuvor waren es zehn gewesen. Nach 21,82% vor fünf Jahren kam die SPD bei dieser Wahl auf 23,40% und bleibt damit bei vier Sitzen. WDB und FDP gewannen jeweils einen Sitz hinzu, sodass die Wäkhlergemeinschaft nun mitr drei Mandatsträgern vertreten ist, die FDP stellt zwei.

CDU: 44,07%

SPD: 23,40%

WDB: 14,97%

FDP: 9,57%

Grüne: 7,99%

Wahlbeteiligung: 48,30%

 

Fuhrbach

Die Fuhrbacher Wählergemeinschaft stellt alle neun Mandate im künftigen Ortsrat.

Fuhrbacher Wählergemeinschaft: 100%

Wahlbeteiligung: 59,76%

 

Gerblingerode

Zuwächse hat die SPD in Gerblingerode erfahren. Nach 14,31% vor fünf Jahren holten die Sozialdemokraten 2016 19,24%. Auf die Sitzverteilung hat dies keinen Einfluss. Es bleibt bei acht Mandaten für die CDU, zwei für die SPD und einem für die Grünen.

CDU: 74,45%

SPD: 19,24%

Grüne: 6,30%

 

Hilkerode

Mit 31,82% aus dem Stand ist die WDB in den Ortsrat Hilkerode eingezogen. Damit werden Vertreter der Wählergemeinschaft zukünftig drei Mandate bekleiden. Die SPD erhält einen Sitz, die CDU fünf.

CDU: 50,21%

SPD: 11,87%

WDB: 31,82%

Grüne: 6,10

Wahlbeteiligung: 60,98%

 

Immingerode

Nahezu gleich stark ist die CDU in Immingerode geblieben. Nach 74,45% im Jahr 2011 erlangten die Christdemokraten dieses Mal 74,41% der Stimmen. Sie stellen damit fünf der sieben Mandate, die verbleibenden Sitze entfallen auf die Freien Wähler.

CDU: 74,41%

FWWI: 25,59%

Wahlbeteiligung: 53,48%

 

Mingerode

In Mingerode liegen CDU und Unabhängige Wäkhlerliste Mingerode nahezu gleich auf. Wenn auch die Sitzverteilung zu 2011 gleich geblieben ist, hat sich die Stimmverteilung angenähert. 2011 waren 45,17% der Stimmen auf die CDU entfallen, die UWM hatte 39,96% der Stimmen erhalten. Mit je einem Sitz sind FDP und SPD vertreten.

CDU: 44,21%

UWM: 42,66%

SPD: 6,83

FDP: 6,30%

Wahlbeteiligung: 70,33%

 

Nesselröden

Deutliche Zuwächse haben die Grünen in Nesselröden erfahren: 2011 hatten sie 11,28% der Stimmen erhalten. Sie erhalten einen dritten Sitz im Ortsrat. Die CDU musste Einbußen hinnehmen (2011: 70,86%), die SPD (17,86%) ebenfalls.

 

CDU: 62,80%

SPD: 16,74%

Grüne 20,46%

Wahlbeteiligung: 59,28%

 

Tiftlingerode

Mit 88,10% ist die CDU 2011 aus der Wahl zum Ortsrat in Tiftingerode gegangen, auf die SPD entfiel ein Sitz. Nach der Wahl am Sonntag stellen die Christdemokraten nun alle neun Mandate: 100%, lautete das Ergebnis.

CDU: 100%

Wahlbeteiligung: 59,63%

 

Westerode

Die CDU in Westerode ist im Vergleich zu 2011 in Westerode erstarkt. Damals hatten 55,95% schwarz gewählt. Die Christdemokraten hatten somit fünf Sitze im Ortsrat inne, die WDB stellte zwei, die SPD einen. Nun ist die CDU mit sechs Mandaten vertreten, die übrigen bleiben gleich.

CDU: 72,61%

WDB: 18,71%

SPD: 8,68%

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