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Nur Poller sorgt für Entlastung

Verkehrszählung Nur Poller sorgt für Entlastung

Wilhelm Gerstenberg hat den Unterstützern der Bürgerinitiative (BI) „Lebendige Stadt Duderstadt“ die Ergebnisse der Verkehrszählung vom 24. Mai präsentiert. Das nüchterne Fazit: Eigentlich hat sich nicht viel verändert zu den Zahlen der ersten Zählung am 18. November 2014.

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Wilhelm Gerstenberg bei der Verkehrszählung am Rathaus.

Quelle: Richter

Duderstadt. Wie vor eineinhalb Jahren wählten die BI-Mitglieder einen Dienstag für ihre Aktion, um möglichst gleiche Voraussetzungen zu schaffen. In Zwei-Stunden-Schichten dokumentierten Freiwillige am Rathaus und auf Höhe der Spiegelbrücke von 7 bis 18.30 Uhr den Verkehr in der Fußgängerzone.

Mehr Pkw

„Während die Zahl beim Lieferverkehr genau gleich ist, hat der Pkw-Verkehr zugenommen“, berichtete Gerstenberg. 2014 habe das Team 904 Personenkraftwagen gezählt, in diesem Jahr 981. An beiden Terminen fuhren jeweils 252 Fahrzeuge des Lieferverkehrs im beobachteten Bereich.

Bei der Auswertung traten aber auch Fragen auf. So seien mehr Fahrzeuge aus dem Bereich Oberkirche / Rathaus kommend gezählt worden als schließlich an der Bahnhofstraße ankamen, berichtete Gerstenberg. Umgekehrt seien 199 Pkw in Richtung Rathaus, Jüden- und Scharrenstraße gefahren, jedoch nur 124 in der oberen Marktstraße angekommen. Die Differenzen erklären die BI-Mitglieder mit Wendeverkehr sowie „Quereinsteigern“ und Abfahrern in und aus der Apothekenstraße. „Unsere Vermutung hat eine nachträgliche Stichprobenzählung unterstützt“, so Gerstenberg.

Gezählte Fahrzeuge

Dienstag, 18. November 2014 (7 bis 18.30 Uhr):

Rathausbereich

Pkw: 556

Lieferverkehr: 57

Taxi: 8

Untere Marktstraße

Pkw: 348

Lieferverkehr: 195

Taxi: 45
Dienstagt, 24. Mai 2016 (7 bis 18.30 Uhr):

Rathausbereich
Pkw: 461

Lieferverkehr: 132

Taxi: 32

Untere Marktstraße

Pkw: 520

Lieferverkehr: 120

Taxi:42

Einzig der Poller neben dem Rathaus habe eine positive Wirkung hinterlassen. „Er vermeidet im Abgleich mit der ersten Zählung 386 Fahrzeuge“, so Gerstenberg. Statt 1011 im Jahr 2014 seien dieses Mal insgesamt nur 625 Fahrzeuge im Bereich Rathaus dokumentiert worden. Dafür habe sich im Bereich Untere Marktstraße eine Steigerung von 94 Fahrzeugen ergeben (588 zu 682).

Die kompletten Zahlen möchten die BI-Mitglieder nun Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), den Mitgliedern des Stadtrates, dem Ortsrat und Polizeichef Otto Moneke vorlegen. Es gibt auch Überlegungen, Bürgermeister und Polizeichef zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen.

Zusätzlicher Hinweis

Darüber hinaus formulieren sie die Forderung, dass Handwerker wie in Göttingen oder Northeim nicht nur die Durchfahrtsgenehmigung hinter die Windschutzscheibe legen müssen, sondern sich zusätzlich mit einem Zettel ausweisen, auf welcher Baustelle sie gerade arbeiten.

„Unser Ziel ist nicht, Fahrer in der Marktstraße aufzuschreiben“, erklärt Wilfried Dierkes. Jeder, der berechtigt durch die Fußgängerzone fahre, solle dies tun. Das Ziel der BI sei eine attraktive Fußgängerzone, in der die Menschen in Ruhe bummeln können. Das käme auch dem Handel in der Innenstadt zugute.

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©Richter