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Erleichterung über Niedersachsenhof-Entscheidung in Gieboldehausen

Vereine begrüßen Verkauf Erleichterung über Niedersachsenhof-Entscheidung in Gieboldehausen

Der Beschluss des Gemeinderates, den Niedersachsenhof zu verkaufen und die gastronomische Nutzung festzuschreiben, wird von Vereinsvertretern begrüßt. Das Gebäude mit Außenflächen und Parkplätzen soll an Tobias Borchard, den Betreiber von „Fleischerei & Catering Service Oppermann“ aus Duderstadt, verkauft werden, der Festplatz „Kleiner Anger“ bleibt Gemeindeeigentum.

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Quelle: EF

Gieboldehausen. Erleichterung über die Entscheidung herrscht bei den beiden Gieboldehäuser Schützenvereinen. „Die Zukunft des Schützen- und Volksfestes ist damit sichergestellt, und neben Familienfeiern sind im Niedersachsenhof bald wieder Bälle und Treffen möglich“, sagt Volker Lange, seit fast 30 Jahren Vorsitzender der Schützengesellschaft von 1954: „Das ist eine vernünftige Lösung, die Kombination mit einem Einkaufsmarkt hätte nicht funktioniert.“ Der als Alternative zum Schützenplatz angeregte Schlossplatz biete zwar ein schönes Ambiente, wäre aber mit vielen Problemen behaftet gewesen.

„Die Lutze sind begeistert“, freut sich Vorstandsmitglied Heinz-Georg Laake: „Für den Lutzeball als Großveranstaltung, für den wir auch schon vergeblich nach Alternativ-Standorten gesucht haben, sind wir auf den Festplatz oder Saal angewiesen.“ Die Lutze-Vereinigung wolle jetzt auf Borchard zugehen, um eine gemeinsame Lösung für die nächsten Jahre zu finden, und erwägen auch, den Saal wieder zu nutzen, statt ein Zelt aufzubauen. Die Mittelpunktsgemeinde der Samtgemeinde mit ihren 4000 Einwohnern brauche den Niedersachsenhof, der jetzt von den Gieboldehäusern und Borchard gemeinsam vorangebracht werden müsse, meint Laake.

Noch in der Gemeinderatssitzung hat Ralph Wüstefeld Borchard kontaktiert. Wüstefeld will im Niedersachsenhof am ersten Septemberwochenende wieder ein internationales Motorrad-Reise-Treffen organisieren, das im vergangenen Jahr wegen des Leerstands ausgesetzt werden musste. Reinhard Dierkes schließt nicht aus, dass auch der Politische Aschermittwoch der SPD mal wieder im Niedersachsenhof stattfinden könnte. Landwirt Markus Gerhardy bezweifelt hingegen, dass der Zuckerrübenanbauerverband Südniedersachsen und der Landvolktag wieder nach Gieboldehausen zurückkehren.

Zur Verkaufsentscheidung  gibt es nicht nur positive Stimmen. Vor der Ratssitzung erhielten Kommunalpolitiker einen anonymen Brief, dessen Schreiber ebenso wie einzelne Kommentatoren in sozialen Netzwerken die Wirtschaftlichkeit des Gastronomiebetriebs in Frage stellt. Borchard selbst hätte sich im Rat eine breitere Mehrheit gewünscht und will zunächst den Vertragsabschluss abwarten, bevor er sich dezidiert äußert. Er will Hotelbetrieb und Saal fortführen, setzt auf Events und Veranstaltungen und will keine Konkurrenzsituation in Gieboldehausen schaffen. Zudem plant Borchard Investitionen, um Mängel zu beseitigen sowie Küche und Saal zu modernisieren.

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