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Erneuerbare Energien für autarkes Duderstadt

Neues Konzept Erneuerbare Energien für autarkes Duderstadt

Vor der Kulisse der schrecklichen Ereignisse in Japan hat es im Bauausschuss der Stadt Duderstadt ein einstimmiges Votum für ein modellhaftes Konzept zur höchstmöglichen Versorgung Duderstadts durch regenerative Energien gegeben.

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Modellhaft: Ein Konzept zur Nutzung regenerativer Energien wie Biogas oder Photovoltaik entsteht in Duderstadt.

Quelle: Thiele

Für dieses Konzept soll die Fachhochschule Nordhausen eine entsprechende Analyse von Möglichkeiten zusammenstellen.

Die Kontakte zur Fachhochschule sind durch den in Duderstadt lebenden und an der Fachhochschule als Vizepräsident für Forschung und Entwicklung tätigen Professor Viktor Wesselak gegeben. Sein Fachbereich sind regenerative Energiesysteme. Gegenüber dem Tageblatt wollte sich Wesselak noch nicht über mögliche Konzepte für Duderstadt äußern, da der Forschungsauftrag noch nicht erteilt sei, kündigte aber an, ausführlich zu informieren, wenn erste Ergebnisse vorlägen.

Wie Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erläutert, soll mit diesem modellhaften Energiekonzept ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung und zur Bewahrung der Schöpfung geleistet werden. Gerade auf kommunaler Ebene sei es im Angesicht der Geschehnisse wichtig, eigene Anstrengungen zur Gewinnung regenerativer Energien zu unternehmen und etwas für den Natur- und Umweltschutz zu tun.

Als Auftraggeber für die „Potenzialuntersuchung Erneuerbare Energien für Duderstadt“ sollen die Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe fungieren. Auf diese Weise will die Stadt ihrer selbstgestellten Verpflichtung nachkommen, die Förderung der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe nach Kräften zu unterstützen. Ebenso sollen bei dem neuen Konzept das Land Niedersachsen, der Landkreis Göttingen und weitere Partner eingeladen werden, Anregungen für das geplante lokale Energiekonzept einzubringen.

Wie Nolte abschließend unterstreicht, befindet sich Duderstadt bereits seit 20 Jahren auf dem Weg zu einem kontinuierlichen ökologischen Stadtumbau. Dabei sei die Umsetzung der Landesausstellung Natur im Städtebau im Jahr 1994 ein wichtiger Schritt gewesen. Jetzt aber, im Angesicht der Atomkatastrophe, komme es darauf an, aktiv zu werden und weitere wichtige Schritte zur Realisierung des Konzeptes zu tun.
Dazu gehöre auch die Ausrichtung der dritten Duderstädter Energiespartage vom 14. bis 17. April im Ortsteil Tiftlingerode. Diese Initiative hatte es schon einmal gegeben. Sie fand damals große Resonanz bei Fachleuten und interessierten Bürgern.

Von Sebastian Rübbert

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