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Erste Ausstellung in Halle 16 eröffnet

Kultur in Duderstadt Erste Ausstellung in Halle 16 eröffnet

Tonstudio, Proberaum, Begegnungsstätte, Bühne, Flohmarkt, Kino, Plattenbörse – und jetzt auch Galerie. In Halle 16 des Gewerbeparks hat der Verein Kulturwerk Euzenberg am Sonnabend erstmals eine Ausstellung eröffnet.

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In Halle 16 des Gewerbeparks hat der Verein Kulturwerk Euzenberg am Sonnabend erstmals eine Ausstellung eröffnet - auch Livemusik wurde gespielt.

Quelle: Heller

Duderstadt. Kein roter, sondern ein von Baumstammfeuern flankierter blauer Teppich wies den Besuchern den Weg in die Halle. Das passte zu dem Improvisationstalent, das das Kulturwerk immer wieder beweisen muss. Das unterstreichen auch die skurrilen Schwarz-Weiß-Motive von Nadine Eckermann, die aus einer Fotodokumentation der einstigen Munitionsfabrik und späteren Paintball-Halle erwachsen sind. Putzstrukturen, lose Kabel, das Spiel von Licht und Schatten, Pflasterfugen, rostige Rohre und Farbspritzer setzen den bröckeligen Charme der Industriebrache in Halle 16 des 1939 errichteten Gewerbeparks in Szene.

New Voices und Dreamdance

Die Halle füllt sich immer mehr mit Leben und Musik. Am Sonnabend trat dort der Fanfarenzug Duderstadt auf, zudem konnten auf einer mit Schlagzeug, Gitarre und Bass bestückten Impro-Bühne Gäste ihr Talent ausprobieren.

 „Kultur-Komplize“ zu gewinnen, liegt dem Kulturwerk-Vorsitzenden Martin Wihgrab ebenso am Herzen wie die bauliche Weiterentwicklung des „Experimentes Kulturbaustelle“. Dafür gab es positive Signale von Eigentümer Klaus-Hagen Hage, der die bewegte Geschichte des Industrieparks Revue passieren ließ. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte an die Zwangsarbeiterinnen der Polte-Munitionswerke, die hier gelitten haben. Auch die Gründung des Kulturwerks zeige, wie sehr die Stadt in jüngerer Vergangenheit mit Kulturarbeit beschenkt worden sei.

70 Bewerber für Musikfestival

„Machen Sie mit“, forderte Wihgrab die Gäste auf: „Alles, was hier geschieht, kann der Anfang sein für Neues, für Kooperationen, Gemeinschaftsprojekte und Partnerschaften.“ Zur Dauereinrichtung werden sollen die Kinoabende des Bündnisses gegen Rechts, für das im Oktober geplante „Rock-gegen-Rechts“-Festival konnte noch keine Auswahl getroffen werden, da sich 70 Bands dafür beworben haben – sogar aus dem Ausland.

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