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Erstes Treffen der Beiratsmitglieder der Dorfregion Duderstadt

Zukunftsideen auf Tischdecken Erstes Treffen der Beiratsmitglieder der Dorfregion Duderstadt

Die kreativen Köpfe, die sich mit der Zukunft der Dorfregion Duderstadt beschäftigen, haben sich am Freitag zu einem ersten Arbeitstreffen im Gasthaus Hübenthal getroffen.

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Erstes Arbeitstreffen der Beiratsmitglieder der Dorfregion Duderstadt

Breitenberg. Nach der Ouvertüre, der Auftaktveranstaltung in der Eichsfeldhalle im März, hob sich mit der Zusammenkunft des Gesamtbeirates im Dorferneuerungsprogramm der Vorhang für den ersten Akt in einem Projekt, das die Zukunft der Duderstädter Dörfer Breitenberg, Hilkerode, Westerode, Gerblingerode, Tiftlingerode und Immingerode maßgeblich verändern könnte. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen und eine Ideensammlung.

Auf gemütlichen Sofas sitzend, bei Kaffee und Schmandkuchen stürzten sich die Beiratsmitglieder unter der Anleitung von Tanja Klein von der Planungsgruppe Lange Puche in die Arbeit. Der Auftrag: Mit dicken Filzstiften die Tischdecke beschriften.

Und sich die Frage stellen: „Was mache ich hier eigentlich?“ Schließlich opferten alle, die sich an dem Projekt beteiligten, Freizeit. Mit der provokativ scheinenden Frage fragte Klein die Erwartungen der Teilnehmer ab. Netzwerkarbeit, Ideen zu Steigerung der Attraktivität der Dörfer für junge Familien, Angebote für Senioren entwickeln – die unterschiedlichste Stichworte schwirrten während der Diskussion durch de Raum.

Was wichtig erschien, wurde auf der Tischdecke festgehalten. In neuen Gruppenkonstellationen spielten die Beiratsmitglieder „Wünsch Dir was.“ Sie notierten, welche Veränderungen zu mehr Lebensqualität beitragen könnten. Infrastruktur, Ortstreffpunkte, verbessertes Internet, Nahversorgung, Mobilität, Nachbarschaftshilfe – noch munterer als zuvor flogen die Ideen durch den Raum und auf die Tischdecken. In einer dritten Phase beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Überwinden von Dorfgrenzen und Kooperationsideen.  

Der kreativen Phase folgte die analytische. Ausgestellt auf Schauwänden boten die Stichwortsammlungen die Grundlage für einen Abgleich mit den Ideen, die in einem Orientierungskonzept festgehalten sind. Im Rahmen der Richtlinien, die das Land Niedersachsen demnächst fertigstellen wolle, wie Landtagsabgeordneter Lothar Koch (CDU) mitteilte, soll dieses Konzept die Richtung vorgeben, die die Dorferneuerung in der Dorfregion Duderstadt nehmen soll.

Dem ersten Akt soll ein zweiter, voraussichtlich in Hilkerode, folgen. „Wir ziehen durch die Dörfer, um auch dadurch die Partnerschaft zu stärken“, begründete Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), der dazu aufrief, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken – nicht nur bei diesem Treffen, sondern auch bei allen weiteren Zusammenkünften der „Infizierten der Dorferneuerung“, wie Koch die Beiratsmitglieder nannte.

Programm für Region
Das Dorferneuerungsprogramm für die Dorfregion Duderstadt verfolgt die Schwerpunkte Innenentwicklung, Klimaschutz und demografischer Wandel. Die Dorfregion erhielt den Zuschlag 2014. Derzeit befinden sich die Dörfer in der Planungsphase, Umsetzungen sind frühestens ab 2016 geplant. Das Programm hat Modellcharakter in den Themen Dorferneuerung und Klimaschutz. Neu ist die Förderung einer Dorfregion statt einzelner Dörfer.
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