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Erstmals wird ein Holzeröder Bürgermeister der Gemeinde Ebergötzen

Jurgeleit folgt auf Behre Erstmals wird ein Holzeröder Bürgermeister der Gemeinde Ebergötzen

Für die Gemeinde Ebergötzen ist es eine Sensation: Zum ersten Mal seit der Eingliederung von Holzerode im Zuge der Gebietsreform ist ein Holzeröder dort Bürgermeister. Einstimmig hat der Gemeinderat Detlef Jurgeleit (SPD) zum Nachfolger von Arne Behre gewählt.

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Neues Führungsteam: Detlef Jugeleit (Mitte) mit seinen Stellvertretern Reinhold Bornemann (links) und Torsten Andree.

Quelle: Richter

Ebergötzen. Behre ist seit Anfang November hauptamtlicher Bürgermeisters der Samtgemeinde Radolfshausen.

Als Bürgermeister für Ebergötzen und Holzerode trat er zurück, auch aus dem Gemeinderat schied er. Auf Jurgeleit als Nachfolger hatten sich die Ortspolitiker schon vor der Sitzung interfraktionell verständigt. So gab es nur einen Wahlvorschlag, der neue Bürgermeister wurde er mit Handaufheben gewählt.

Froh war der gebürtige Holzeröder, dass die Wahl einstimmig erfolgte. Das sei nicht immer so, betonte Jurgeleit. Nun möchte er sein neues Amt beim Namen nehmen und „unbürokratisch und möglichst lebensnah“ Bürgermeister für alle werden. Zu seinem Stellvertreter wurde Torsten Andree (SPD) gewählt, dieses Amt hatte Jurgeleit bisher inne. Zweiter stellvertretender Bürgermeister ist Reinhold Bornemann (CDU).

„Deine Flotte ist wieder vollständig“

Weil nach Behres Ausscheiden im Rat einige Ausschüsse nicht mehr komplett waren, musste dafür neu gewählt werden. Im Verwaltungsausschuss sitzen für die SPD Bürgermeister Jurgeleit und Andree, für die Christdemokraten spricht Bornemann. Den Ausschuss für Planung, Bau- und Straßenwesen und Ortsgestaltung hatte Jurgeleit bisher geleitet, für den Vorsitz wurde Wilfried Fraatz auserkoren.

„Deine Flotte ist wieder vollständig“, begrüßte Ratsmitglied Michael Schmülling als SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jurgeleit im Amt. Er appellierte an den Holzeröder, sein Augenmerk auch auf Eber-götzen zu lenken.

Mit innigen Worten und Geschenken wurde Arne Behre schließlich aus seinem Amt verabschiedet. „Wir haben viele Entscheidungen getroffen, die Geschichte geschrieben haben“, sagte er zu Jurgeleit. „Wir haben aber auch Geschichte zerstört“, sprach er die alte Ziegelei an.

„Kommunalpolitik bedeutet für mich Dinge umzusetzen“

Die Industriebrache ist einem Solarpark gewichen. In diesem Sinne hatte Behre ein Geschenk mitgebracht. Für das neue Gemeindebüro im Dorfgemeinschaftshaus hatte er Fotos und einen Stein von der Ziegelei in einen Rahmen gefasst.

Detlef Jurgeleit (62) ist in Holzerode geboren und geblieben. Kommunalpolitisch kennt er sich in der Gemeinde Ebergötzen gut aus. Seit 2001 gehört er dem Gemeinderat und dem Samtgemeinderat Radolfs-hausen an, im Finanzausschuss  bewegt er die Zahlen. „Kommunalpolitik bedeutet für mich Dinge umzusetzen, die unsere Gemeinde nach vorne bringen. Dazu gehört auch, selbst mit anzufassen, um Projekte abzuschließen“, ist seine Überzeugung.

Jurgeleit ist Vorstandsmitglied in der Teilnehmergesellschaft Flurbereinigung Holzerode und wirkt auch in den örtlichen Vereinen mit. Der 62-Jährige ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Beruflich ist er bei der Bundesagentur für Arbeit im gehobenen Dienst beschäftigt. Zum Ausgleich geht er gern zur Jagd.

Von Ute Lawrenz

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