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Erzieherinnen wollen mehr Anerkennung

Verständnis für streikende Kolleginnen Erzieherinnen wollen mehr Anerkennung

Ihre Arbeit soll nicht als selbstverständlich angesehen werden, ihr Beruf mehr Wertschätzung und gesellschaftliche Anerkennung finden. Darin sind sich die Erzieherinnen an den katholischen Kindertagesstätten im Untereichsfeld einig.

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Diskutieren über Erfahrungen und sammeln Ideen für die Zukunft: Erzieherinnen der 16 kathollschen Kindertagesstätten im Untereichsfeld.

Quelle: EF

Gieboldehausen. Das ist ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt, an der im Gieboldehäuser Pfarrheim 160 Erzieherinnen und Vertreter der Kirchengemeinden teilgenommen haben.

Federführend war der Caritasverband der Diözese Hildesheim, der mit den Trägern der Kirchengemeinden das Projekt „Fit für die Zukunft – katholische Kindertagesstätten im Eichsfeld zukunftssichernd aufstellen“ gestartet hat. Nach der Fusion befinden sich die 16 katholischen Tageseinrichtungen im Untereichsfeld  in Trägerschaft von nur noch sechs Kirchengemeinden: St. Cyriakus Duderstadt, St. Sebastian Rhumspringe, St. Kosmas und Damian Bilshausen, St. Laurentius Gieboldehausen, St. Johannes d.T. Seulingen und St. Georg Nesselröden.

„Wir wollten uns gemeinsam mit allen Beschäftigten auf einen neuen Weg in die Zukunft machen, Erfahrungen und Visionen sammeln, neue Ideen entwickeln“, sagt Projektleiterin  Kerstin Maring, die das Treffen gemeinsam mit Jens Ostrominski, Sozialwissenschaftler und Coach für Organisationen, moderiert hat. Die Diskussion drehte sich um Fachkräftemangel, zu wenig Männer in Kindertagesstätten, Verrentungswelle und gesetzliche Vorgaben.

Auch die Streiks an kommunalen Kindergärten waren Gesprächsthema, das Verständnis für die Tarifforderungen groß. Die geringe Bezahlung sei ein Grund, warum es zu wenig pädagogische Fachkräfte gebe – bei steigendem Bedarf vor allem durch den Krippenausbau, sagt Maring. Der Beruf wird nach wie vor von Frauen dominiert.

An den katholischen Einrichtungen im Eichsfeld gibt es nur einen männlichen Erzieher – an der Kindertagesstätte St. Raphael in Trägerschaft des Caritasverbandes Hildesheim.

Einstimmig kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass die vom Kindertagesstätten-Gesetz vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht mit den steigenden Anforderungen kompatibel seien. Es sei unabdingbar, dass vor allem die Gruppengröße von 25 Kindern, die von zwei pädagogischen Fachkräften betreut werden, minimiert werden müsse.

Mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt, deren Umsetzung und weiteren Schritten zur Stärkung der Kindertagesstätten befasst sich jetzt eine Arbeitsgruppe.

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Von Redakteur Kuno Mahnkopf

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