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Eskalation

Kommentar Eskalation

Es ist eine hässliche Auseinandersetzung, erschreckend in ihrer destruktiven Energie. Es ist im besten Falle ein Kommunikationsproblem, im schlimmsten ein zerstörerischer Egotrip. In jedem Fall ist es aber eine persönliche Sache zwischen zwei Menschen – sollte man denken, sich eines weiteren Urteils enthalten und anderen Dingen zuwenden. Dass das nicht möglich ist, ist das eigentlich Ärgerliche an dem Vorgang.

Der füllt eine dicke Mappe mit Papieren, deren Lektüre man sich gerne erspart hätte. Etliche Gespräche wurden geführt, die sinnvoller hätten genutzt werden können. Viele Menschen wurden in einen Streit hineingezogen, mit dem sie nichts zu tun haben.

Warum also nun eine Berichterstattung, warum die nächste Stufe der Eskalation? Weil beide Seiten die Öffentlichkeit gesucht, zumindest billigend in Kauf genommen haben. Die kritische Masse ist erreicht, der Vorgang aus journalistischer Sicht auch bei bestem (Wider-)Willen nicht mehr als Privatangelegenheit zu behandeln.

Bei Wolfgang Windhausen war das volle Absicht. Er hat immer wieder gegen Wolfgang Nolte polemisiert, Protest plakatiert, mit der (überregionalen) Presse gedroht, ihn öffentlich angeklagt. Bei Nolte war es wohl schlicht Selbstschutz. Entnervt schickte er vertrauliche Informationen an Gremien. Vertraulichkeit ist aber bei einem Adressatenkreis von vorneweg 37 Personen schlichtweg eine Illusion.

Wenn nun also beide auf die Aufforderung, zitierfähig Stellung zu beziehen, mit einem „Ich nicht mehr“ beziehungsweise „Ich nicht als Erster“ reagieren, ist das so durchsichtig wie ärgerlich.
Bleibt die Hoffnung, dass alles nur ein großes Missverständnis ist. Gerne berichten wir dann über die baldige Spendenübergabe an die Bürgerstiftung und zitieren die sicher fallenden aufrichtige Worte der Freude.

Von Ulrich Lottmann

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